Fernsehen

Rea Garvey: "Ich bin kein Nachmacher!"

Die Leidenschaft für sein neues Projekt ist Rea Garvey mit jeder Silbe anzuhören. Mit "Musicshake" kommt erstmals eine von ihm selbst konzipierte Show ins TV.

Musicshake
/ProSieben/Andre Kowalski

Er ist der coole Ire, der mit seinen äußerst sympathischen Sprachfehlern für Lacher bei "The Voice" sorgte: Rea Garvey ist einfach "unfuckingfassbar"! Rea ist Musiker mit Leib und Seele und wunderbar authentisch wie "TV Movie Online"-Redakteurin Laura Schäfer im Interview erleben durfte. Der 43-Jährige wird diese Woche mit "Musicshake by Rea Garvey" auf ProSieben zu sehen sein. Dafür hat sich Rea Joris, Anna Loos und One Republic eingeladen, um Songs zu covern, die ihnen viel bedeuten. Eine Musik-Show, die Reas Handschrift trägt.

TVM: Wie kam es zu „Musicshake“?

Rea Garvey: Jede Woche landen TV-Projekte auf meinem Tisch, bei denen ich mitmachen soll. Das meiste habe ich abgelehnt, weil es nicht zu mir gepasst oder ich das nicht gut gemacht hätte. Deshalb haben sich meine Frau und ich entschieden, ein eigenes Konzept zu verfassen. Ich finde es spannend, welche Geschichten sich hinter bestimmten Songs verbergen. Die Musiker, die diese Songs geschrieben haben, besser kennenzulernen, das ist immer toll – und das ermöglichen wir. Wir sind sehr stolz auf das, was dabei herausgekommen ist, und mega gespannt, wie die Leute es aufnehmen.

Letzte Woche wurde die Show aufgezeichnet. Warst du sehr aufgeregt?

Ich hatte schon Bedenken, ob ich das gut mache. Aber dann habe ich gemerkt, dass du viel zu viel Unruhe verursachst, wenn du Kapitän des Ganzen bist und dich in Frage stellst. Du verlierst so viel Energie, wenn du dauernd darüber nachdenkst, was alles schief gehen kann. Deshalb habe ich mir gesagt: Ich mach das jetzt! Ich hab Bock drauf! (lacht) Das war ein Schalter, den ich umlegen musste.

Anna Loos, Rea Garvey, Musicshake
Mit Anna Loos von "Silly" ist Rea Garvey seit Jahren befreundet

Als bekannt wurde, dass es „Musicshake“ geben wird, hagelte es direkt Vergleiche mit Xavier Naidoos „Sing meinen Song“. Nervt das?

Das waren einfach nur Menschen, die irgendetwas von sich geben wollten. Man wird auch in der Show meine Gedanken dazu mitbekommen. (lacht) Ich bin auf gar keinen Fall ein Nachmacher! Xavier ist einer meiner ältesten Freunde. „Sing meinen Song“ wurde seinetwegen und wegen der Leute auf seiner Couch zum Erfolg, nicht nur wegen des Konzepts. Das, was ich mache, ist etwas ganz Anderes.

Könntest du dir denn vorstellen, Xavier Naidoo zu „Musikshake“ einzuladen? Absolut! Er ist für mich ein musikalischer Held, ein unheimlich begnadeter Sänger. Ich mag ihn unheimlich gerne und unsere Freundschaft ist mir sehr wichtig. Wenn wir „Musicshake“ noch einmal machen können, hätte ich ihn sehr, sehr gerne dabei.

Wie wichtig sind dir Quoten?

Ich bin Jemand, der sehr entspannt mit Dingen umgeht, die er nicht steuern kann. Ich kann ja niemanden dazu bringen, meine Show zu gucken. Natürlich zählt für die Sender am Ende die Quote. Ich fand es auch schon schade, wenn eine Sendung gut war, aber verschwand, weil nicht genug Leute eingeschaltet hatten.

Du kommst aus Irland, lebst aber seit 1998 in Deutschland. Was bedeutet dir Heimat?

Wenn ich in Irland aus dem Flieger steige, schalten sich bestimmte Gefühle an, die ich nur dort habe. Die Gerüche dort sind typisch Heimat, mein Akzent verändert sich auch ein bisschen. Alles ist anders und trotzdem bist du dieselbe Person. Ich bin gerne Ire! In Deutschland fühle ich mich wohl, bin aber eben nur Gast.

"Musicshake" läuft am kommenden Donnerstag (26.5.) zur Primetime auf ProSieben. Rea Garvey ist diesen Sommer auf Tour und auf zahlreichen Festivals live zu erleben. 2017 geht er mit Sasha, Xavier Naidoo und Michael Mittermeier als Swing-Formation auf "Alive and Swinging"-Tournee durch Deutschland. Vorab veröffentlicht er am 27. Mai seine neue Single "I'm all about you". 

 

 

TV Movie empfiehlt