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Ray Harryhausen ist tot

Ray Harryhausen ist tot
Ray Harryhausen ist tot (EMV) EMV

Das Spezialeffekte-Genie Ray Harryhausen ist gestern im Alter von 92 Jahren in London gestorben.

Das Spezialeffekte-Genie Ray Harryhausen ist gestern im Alter von 92 Jahren in London gestorben. Der Tod einer Legende: Für viele Cineasten war er der Mann, der Jahrzehnte lang die wahre Magie ins goldene Hollywood brachte. Drachen, Monster, Zyklopen und natürlich King Kong - sie alle erweckte der Gigant der Tricktechnik erst richtig zum Leben. Und das oft mit mehr Charakter, Persönlichkeit und ganz sicher mehr Charme, als viele der heutigen CGI-Wesen, denen Computer auf die Beine helfen. Während seiner fünf Jahrzehnte dauernden Karriere beeinflusste er Filmemacher wie Steven Spielberg, James Cameron, Peter Jackson oder George Lucas. Denn Harryhausen, der einen Oscar und BAFTA-Award sein Eigen nennen durfte, war ein Genie auf dem Gebiet der Stop-Motion-Animation und beeindruckte mit Arbeiten wie "Jason and the Argonauts" von 1963, in dem er die Hauptfigur einen Schwertkampf gegen sieben animierte Skelette führen ließ. Sein Markenzeichen war die Vermischung von Rückprojektion und Stop-Motion-Animation, die unter dem Begriff Dynamation bekannt wurde. Zu seinen zahlreichen großen Arbeiten zählen "Panik um King Kong" (1949), "The Golden Voyage of Sindbad" (1973) oder "Kampf der Titanen" (1981).

 

Quelle der Inspiration auch für die ganz Großen

"Ray war eine große Inspiration für uns alle in der Industrie der Spezialeffekte. Die Kunst seiner früheren Filme, mit denen die meisten von uns aufgewachsen sind, inspirierte uns in höchstem Maße", lautet das Statement von George Lucas zum Tod des Trickkünstlers. Und er ergänzt: "Ohne Ray Harryhausen hätte es wahrscheinlich kein 'Star Wars' gegeben." Auch "Hobbit"-Regisseur Peter Jackson erklärte: "'Der Herr der Ringe' ist mein Ray Harryhausen-Film. Ohne Rays lebenslange Hingabe an seine wundervollen Bilder und seine Erzählweise wäre er nie gemacht worden - jedenfalls nicht von mir."



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