Kino

"Raum": Schauspiel-Newcomer Jacob Tremblay haut alle um

Kleiner Mann ganz groß: Newcomer Jacob Tremblay brilliert im einfühlsamen Entführungs-Drama "Raum" neben Brie Larson. So tickt der neue Hollywood-Liebling.

Raum
Jack (Jacob Tremblay) und seine Ma (Brie Larson) im oscarnominierten Film "Raum" /Universal Pictures

Bereits seit 2013 ist der heute neunjährige Jacob Tremblay in Filmen zu sehen. Vor drei Jahren feierte er sein Leinwanddebüt im Kinderfilm "Die Schlümpfe 2" als Sohn von Neil Patrick Harris. Es folgten zwei Kurzfilme, bevor er 2015 die Rolle des "Jack Newsome" im Indie-Drama "Raum" ergatterte. 

 

"Raum": Darum geht's

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Emma Donoghue, das 2009 erschien. Es erzählt die Geschichte von Jack, der mit seiner Ma in einem Raum lebt. Er enthält seine ganze Welt: Bett, Schrank, Waschbecken, Pflanze und Tisch. Jack sieht den Himmel durch ein Oberlicht, glaubt aber daran, dass draußen das Weltall ist. Diese Geschichte hat ihm seine Mutter erzählt, weil der Junge bislang immer zu jung war, um die Wahrheit zu verstehen. Mit 17 Jahren wurde Joy alias Ma von Old Nick, wie sie ihn nennt, entführt. Seitdem hält sie der Mann in einem Schuppen gefangen. Dort bringt Joy zwei Jahre später Jack zur Welt. Dass Old Nick sein Vater sei, bestreitet die starke, junge Frau später, "denn das ist doch jemand, der sein Kind liebt". 

Mit einem Trick schmuggelt sie Jack wenige Tage nach seinem fünften Geburtstag raus und so fliegt alles auf. Plötzlich stehen Jack und Ma im Interesse der Öffentlichkeit - und im Alltag. Während Jack die Welt draußen erst einmal kennen lernen muss, kämpft Joy mit dem Schicksal.

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Sie sind "Raum" entkommen: Jack (Jacob Tremblay) und Joy alias Ma (Brie Larson)
 

Jacob Tremblay in "Raum": Geburt eines Weltstars

Einfühlsam, überraschend lustig und mit nachhaltiger Wucht erzählt Regisseurin Lenny Abrahamson diese Entführungsgeschichte. Der Film kommt überhaupt nicht gezwungen dramatisch oder mitleidheischend daher, fokussiert sich dagegen auf die besondere Beziehung zwischen Mutter und Kind. Die Geschichte spricht ganz für sich und die immense Kraft rührt daher, dass der Zuschauer direkt in das Schicksal von Jack und Ma hineingezogen wird. Ein Film, der einen lange nicht loslässt und für Jacob Tremblay der Startschuss für eine Weltkarriere bedeuten kann.

Obwohl Brie Larson mit ihrem hochemotionalen Spiel verdient den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen hat, ist doch Jacob Tremblay der heimliche Star des Films. Er verschmilzt so sehr mit seiner Figur, wirkt so natürlich, dass der Kinogänger jede einzelne Sekunde mit dem Jungen mitleidet, ihn aber auch bewundert. Er, der nicht glauben will, dass es echte Hunde und Katzen gibt, wird zum Fels in der Brandung für seine Ma. Die einzige Schande ist, dass Tremblay für seine Darbietung weder für die Golden Globes noch den Oscar nominiert wurde. 

"Raum" läuft am 17. März in den deutschen Kinos an. Lernt Newcomer Jacob Tremblay vorab in dieser Featurette kennen.

 

 

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