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"Quicksand" bei Netflix: Die Serien-Antwort auf "Tote Mädchen lügen nicht"

Auch in "Quicksand" bei Netflix steht ein Trauma im Mittelpunkt: Die 18-jährige Maya wird beschuldigt an einem Amoklauf beteiligt zu sein. Warum die Serie das Zeug hat die schwedische Antwort auf "Tote Mädchen lügen nicht" zu sein, lest ihr im Artikel!

Quicksand Netflix
Quicksand bei Netflix: Deshalb solltet ihr den Netflix-Hit unbedingt schauen! Netflix

Als eine der wenigen auserwählten Projekte wurde die Netflix-Serie "Quicksand“ im Rahmen der Berlinale 2019 vorgestellt. Die sechsteilige Mini-Serie erzählt die Geschichte der 18-jährigen Maya (Hanna Ardéhn), die als Hauptverdächtige nach einem Amoklauf an einer Stockholmer Elite-Schule inhaftiert wird. Die Serie erzählt sowohl in Rückblenden als auch in der Gegenwart, was Maya zur vermeintlichen Tat getrieben hat und was schließlich tatsächlich im Klassenraum passiert ist.

"Quicksand" ist nicht nur das erste schwedische Netflix-Original, sondern basiert gleichzeitig auch auf dem kontroversen Bestseller-Roman von Malin Persson Giolito, der beinahe Kult-Status besitzt. Die Parallelen zum Netflix-Hit „Tote Mädchen lügen nicht“ sind unübersehbar: Nicht nur steht das traumatische Schicksal einer weiblichen Protagonistin im Mittelpunkt, die Serie zeichnet in Rückblenden auch eindrucksvoll nach, wie Maya vom Sog einer toxischen Liebe beinahe mitgerissen wird. Im Rahmen der Berlinale 2019 konnten wir mit Regisseur Per-Olav Sørensen über „Quicksand“ unterhalten.

 

Quicksand: Das sagt der Regisseur zur neuen Netflix-Hoffnung

Im Gespräch mit TVMovie.de beschreibt Per-Olav Sørensen seine Faszination am Ausgangsmaterial: "Für mich stand immer das Porträt einer 18-jährigen im Fokus. Und genau das habe ich in der Vorlage gesehen. Wie sich dann die Umstände und diese fast schon tragische Liebesgeschichte auf ihr Schicksal auswirken, hat mich direkt angezogen und fasziniert. Und das Projekt war sehr herausfordernd, weil Maya eben jede Szene, in der sie ist, dominiert.“

 

Maya wird hier eindrucksvoll gespielt von der schwedischen Darstellerin Hanna Ardéhn, die die "Quicksand"-Protagonistin mit einer unglaublichen emotionalen Wucht verkörpert. Gerade weil uns Maya zu Beginn der Serie gar nicht unbedingt sympathisch erscheinen soll, ist Hanna Ardéhns natürliches Spiel umso beeindruckender. Für den Regisseur war sie tatsächlich ein echter Glücksgriff: "Ich kannte sie schon im Vorfeld. Wir haben trotzdem ein großes Casting veranstaltet. Je weiter dieser Prozess vorangeschritten ist, desto herausfordernder wurden die Szenen. Hanna hat das aber alles mit so einer Leichtigkeit geschafft, die mich wirklich beeindruckt hat.“

Insgesamt orientiert sich die Serie stark an der Romanvorlage – auch was die ungewöhnliche Struktur betrifft: "Es ist sehr ähnlich wie der Roman aufgebaut. Ich fand es spannend, dass die Zeit nach der Inhaftierung bei Maja diesen Prozess der Vergangenheitsbewältigung auslöst. Sie schaut zurück und fragt sich: Was ist wirklich passiert? Warum bin ich hier? Und wir folgen ihr auf dieser Reise", so Per-Olav Sørensen.

Wie diese Reise tatsächlich endet, seht ihr ab dem 05. April 2019 auf Netflix. Und es lohnt sich: Denn früher oder später steckt man im "Treibsand" dieser mitreißenden Serie fest und kommt erst wieder raus, wenn es endgültig vorbei ist.

Welche Serien-Highlights im April 2019 übrigens sonst bei Netflix starten, seht ihr im nachfolgenden Video:

 


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