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“Queer Eye Germany”: Mitreißende Vielfalt trifft auf deutsche Mentalität | Interview

Am 9. März startet das beliebte Netflix-Format „Queer Eye“ mit dem ersten internationalen Ableger in Deutschland. Wir haben vorab mit den neuen „Fab Five“ gesprochen!

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Queer Eye Germany - Fab Five v.l. Jan-Henrik, David, Ayan, Leni, Aljosha
Das sind die "Fab Five": v.l. Jan-Henrik, David, Ayan, Leni und Aljosha Foto: NETFLIX/Thomas Schenk

Bunt, bunter, „Queer Eye"! Seit nun schon vier Jahren gehört die Reality-Show zu den beliebtesten Formaten auf Netflix. Wusstet ihr aber, dass „Queer Eye“ seine Wurzeln bereits in den Anfang 2000ern im TV hat? Schon in der ursprünglichen Version machten es sich homosexuelle Experten aus dem Bereich Mode und Beauty zur Aufgabe, Mauerblümchen zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen.

Das Reality-Format galt dabei als meistdiskutierte TV-Show, wurde mehrfach abgesetzt und kam immer wieder mit neuen Ablegern zurück. Selbst vor den Toren Japans, wo die LGBTQ-Szene noch einmal ganz anders aufgefasst wird, machten die „Fab Five“ aus Atlanta keinen Halt – mit Erfolg!

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Mit Leni Bolt, Jan-Henrik Scheper-Stuke, David Jakobs, Aljosha Muttardi und Ayan Yuruk begeben sich nun die deutschen „Fab Five“ auf ihre Reise quer durch Deutschland, um ein bisschen mehr Vielfalt und Optimismus zu versprühen. „Queer Eye Germany“ gilt damit als erster internationaler Ableger der Sendung. Eine große Ehre, aber auch verbunden mit einer hohen Erwartungshaltung der deutschen Fans. Wir haben vor der großen Netflix-Premiere mit den fünf Protagonist:innen über ihr wohl herausforderndstes Projekt aller Zeiten gesprochen und können schon jetzt versichern: es wird herzergreifend bunt!

 

„Queer Eye Germany“: Im Interview mit den „Fab Five“

Jede:r der fünf Persönlichkeiten bringt eine eigene Würze in die Sendung und glänzt in ihrem individuellen Element. Leni Bolt ist Life-Coachin und verfolgt stets eine Mission: den Menschen beim Glücklich-werden helfen. Jan-Henrik ist mit seinen schrillen Outfits und bunten Fliegen der wohl stylischste Jurist überhaupt und hat sich zur Aufgabe gemacht, einige Kleiderschränke der Deutschen auszumisten. David ist eine wahre Erscheinung. Die Hair- und Make-Up-Artist zeigt, dass man(n) sich auch ohne viel Rouge und Puder wohl in seiner Haut fühlen kann. Für Aljosha ist bewusste Ernährung besonders wichtig. Der bekennende Veganer und Erfolgs-YouTuber packt am Herd an und zeigt: Gesundheit fängt in erster Linie im Kopf an. Ayan ist zuständig für die Wohlfühl-Oasen der Kandidat:innen. Als Interior-Designer hat er ein Auge für die perfekte Einrichtung, damit der Rückzugsort zu einem richtigen Zuhause wird.

Wie denkt ihr ist die Erwartungshaltung der deutschen „Queer Eye“-Fans gegenüber eurer Umsetzung?

Jan-Henrik: Es gibt durchaus verschiedene Meinungen, die man derzeit so lesen kann: „Warum muss es jetzt eine deutsche Version geben? Warum können denn die Amerikaner nicht nach Deutschland kommen, so wie sie auch in Japan waren?“ und so weiter. Und dann gibt es aber auch die, die sagen „Ja, wunderbar, toll!“ Wir freuen uns darauf, dass es bei uns ein eigenes Queer Eye gibt. Man darf ja nicht vergessen: Netflix denkt sich etwas dabei.

Ayan: Wir sind natürlich nicht so laut wie unsere US-Kolleg:innen und daher genau richtig für das deutsche Publikum, weil dieses verhaltener ist dem Thema gegenüber. Es ist schon gut, dass es so besetzt wurde.

Aljosha: Wir Deutschen neigen auch nicht dazu, anders als die Amerikaner, unbedingt stolz darauf zu sein. Viele aus der Szene halten sich noch bedeckt und wollen nicht auffallen.

Wie habt ihr überhaupt erfahren, dass ihr die Gesichter einer internationalen Serie werdet? Das war sicherlich aufregend!

Aljosha: Es war ein langer Prozess bis zum Endprodukt. Natürlich hat Corona dabei vieles erschwert. Ich bekam vor zwei Jahren eine Anfrage für das Casting und dachte zuerst: die wollen mich doch verarschen (lacht)! Ich war da gerade an einem Tiefpunkt in meinem Leben, als die E-Mail plötzlich reingeflattert kam. Ich dachte mir: Das klappt doch eh nicht! Doch dann kam irgendwann die Einladung zum finalen Casting in Köln, wo ich auch schon David und Ayan kennenlernen durfte und nun sitze ich hier - Wahnsinn!

Wie versucht ihr euch von dem Original abzuheben? Parallelen gibt es natürlich, aber was macht ihr grundlegend anders?

David: Ich glaube, wir sind zurückhaltender als die Amis (lacht) und versuchen, den Leuten mehr Raum für ihre Emotionen zu lassen. In der US-amerikanischen Show fangen alle immer sofort an zu weinen vor Freude und fallen sich um den Hals. Da ist die deutsche Mentalität bisschen anders. Für mich persönlich war das eine große Herausforderung, hinter die Fassade der Menschen zu blicken, indem man tiefgründige Gespräche führte und ihnen Zeit gab, sich an diese nicht-alltägliche Situation zu gewöhnen.

Leni: Wir wollen uns auch gar nicht abheben, denn wir sind einfach wir selbst und wollen niemanden kopieren. Es wird spannend sein zu sehen, wie uns auch Menschen aus anderen Ländern wahrnehmen werden!

Ihr durftet mit den unterschiedlichsten Menschen zusammenarbeiten. Darunter auch Marleen, die schon sehr früh ihre Eltern verlor und zudem mit einem Spenderherz lebt. Welches Schicksal hat euch während der Dreharbeiten besonders berührt?

David: Hm, ich kann mich da gar nicht festlegen. Marleens Geschichte ist natürlich ein besonderer Fall, der uns alle sehr berührt hat. Eines meiner Highlights war auch die Zusammenarbeit mit Björn, einem alleinerziehenden Vater und ihm dabei unter die Arme greifen zu dürfen.

Queer Eye Germany David beim Umstyling von Björn
David Jakobs verhilft Björn mit einem Umstyling zu mehr Selbstbewusstsein. Foto: Netflix

Gab es Momente in eurem Leben, als ihr euch auch so ein Team wie von „Queer Eye“ gewünscht hättet, was euch auf gut deutsch in den Arsch tritt?

David: Gerade in dem Alter ab 12 Jahren hätte ich mir eine queere Person gewünscht, die mir sagt: „Du bist richtig, wie du bist!“ Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen, da hat das niemand so richtig akzeptiert, weshalb ich mit 18 geflohen bin. In Berlin habe ich mir schließlich meine eigene Familie gesucht und gefunden und bin happy.

Ayan, du bist in einer türkischen Familie aufgewachsen. Wie ist sie mit deinem Outing umgegangen?

Ayan: Das Thema existiert in der türkischen Community und vielen weiteren Kulturkreisen nicht. Das wird völlig ignoriert und queere Menschen finden dort weder Akzeptanz noch Toleranz. Ich hoffe sehr, dass diese Show auch dahingehend ihre Aufklärungsarbeit leistet. Mein eigenes Outing hat eigentlich so nie stattgefunden. Ich habe einfach eines Tages meinen Freund mit nach Hause gebracht und es wurde dann so hingenommen – Gott sei Dank! So läuft es aber leider nicht immer ab und ich möchte damit auch ein Vorbild sein.

Und das ist er, gemeinsam mit seinen vier Kolleg:innen! Die erste Staffel von „Queer Eye Germany“ läuft ab dem 09. März 2022 auf NetflixHier gibt es den Trailer!

 

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