Fernsehen

"Queen of Drags"-Star Bambi Mercury: „Zuerst sagte ich Heidi Klum ab!“

Bambi Mercury sticht bei „Queen of Drags“ positiv heraus. Wir haben sie zur Show mit Heidi Klum interviewt.

Bambi Mercury Queen of Drags
Bambi Mercury ist selbst in der Welt des Drags außergewöhnlich. Foto: ProSieben

Bereits in der ersten Folge von Heidi Klums neuer ProSieben-Show „Queen of Drags“ beeindruckte Bambi Mercury das Supermodel und ihre Jury-Kollegen Bill Kaulitz und Conchita Wurst mit einer politischen Botschaft.

Die Frankfurter Drag-Künstlerin steht für mehr als Glitter und Chichi. Dass wir sie heute überhaupt in der Sendung sehen, hat sie einer ihrer Konkurrentinnen zu verdanken, wie sie Niklas Gotta und Julia Rupf im Interview erzählte.

TV Movie: Was hat dich dazu bewegt bei „Queen of Drags“ mitzumachen?

Bambi Mercury: „Die Tatsache, dass die Show Drag wirklich in den Mittelpunkt stellt, ohne ins Lächerliche abzudriften. Gerade ich mit meinem sehr speziellen Drag kann in der Sendung einem breiten Publikum zeigen, was in unserer Welt möglich ist. Wir haben die Gelegenheit zu erklären, woher wir kommen, und was unsere ganz persönlichen Geschichten und Motivationen sind.“

Warst du mit Heidi Klum als Host sofort einverstanden?

Bambi Mercury: „Heidi Klum ist eine international erfolgreiche Entertainerin und das seit Jahren. Sie weiß ganz genau, was sie tut. Ohne sie wäre ‘Queen of Drags‘ jenseits des Spartenprogramms nie machbar gewesen. Der große Sender, die Primetime, ja, die ganze Aufmerksamkeit, die die jetzt Sendung bekommt. Das haben wir ihr zu verdanken.“

Wie waren Heidi, Bill und Conchita hinter den Kulissen?

Bambi Mercury: „Die Jury wie auch das komplette Team gingen sehr respektvoll mit uns um. Sie haben uns sogar gefragt, ob wir mit ‘er‘ oder ‘sie‘ angesprochen werden wollen. Als wir Heidi kennenlernten, wollte sie wissen, ob es für uns okay wäre, wenn sie auch mal ein bisschen ‘Drag-Make-Up‘ ausprobiert. Natürlich sollte sie das unbedingt, meinten wir. Ich fand es wirklich süß, dass sie direkt fragte. Die Juroren verhielten sich nie wie Stars. Die Produktion war gefühlt wie eine Klassenfahrt.“

Wie bist du zu „Queen of Drags“ gekommen?

Bambi Mercury: „Der Sender schrieb uns an. Zuerst habe ich instinktiv abgelehnt. Candy Crash, mit der ich schon lange befreundet bin, überzeugte mich schließlich mitzumachen. Was hatte ich auch zu verlieren? Ich kannte auch ein paar der anderen Kandidatinnen mehr oder weniger gut. Es war lustig, bei ‘Queen of Drags‘ Leute, die ich bereits kannte, noch einmal von einer ganz anderen Seite erleben zu dürfen – oder zu müssen.“

Was würde es dir bedeuten als Siegerin auf das Cover der „Cosmopolitan“ zu kommen?

Bambi Mercury: „Das wäre krass, ja, es würde mir viel bedeuten! Allein diese Möglichkeit zeigt doch, dass es heute keine Frage mehr sein sollte, wer du bist, was du machst, wie du aussiehst oder wen du liebst. Es ist schön, dass heute alles möglich und machbar ist. Wir müssen nichts mehr. Weder eine Ausbildung machen, noch Kinder kriegen. Du kannst trotzdem ein tolles Leben haben – eben so, wie du es dir selbst gestaltest.“

„Queen of Drags“ läuft donnerstags um 20.15 Uhr auf ProSieben.

 
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