Fernsehen

"ProSieben Spezial" sorgt für Aufsehen: Thilo Mischke in rechtsextremer Szene

Heute Abend ist Thilo Mischke wieder auf ProSieben zu sehen. Für "ProSieben Spezial: Rechts. Deutsch. Radikal" begibt er sich in die rechte Szene Deutschlands.

thilo mischke prosieben
Für "Pro Sieben Spezial: Rechts. Deutsch. Radikal" begibt sich Thilo Mischke in die rechte Szene Deutschlands. Imago

Am vergangenen Samstag jährte sich das sogenannte Oktoberfestattentat zum 40. Mal. Das Attentat vom 26. September 1980 wurde als rechtsextremer Terroranschlag eingestuft. Der Täter Gundolf Köhler zog sich und zwölf weitere Menschen in den Tod. Rechtsextremismus ist ein gesellschaftliches und politisches Thema, dass auch knapp 80 Jahre nach dem 2. Weltkrieg aus nationalen wie internationalen Diskursen nicht wegzudenken ist.

 

"ProSieben Spezial: Rechts. Deutsch. Radikal" mit Thilo Mischke

In diesen Tagen vermehrt sich der Ruf nach politischer Veränderung in Gestalt von Demonstrationen. Grund sind anschwellende Unzufriedenheiten durch Maßnahmen, die die Corona-Pandemie hervorruft. Einige dieser öffentlichen Kundgebungen bergen ein großes Gefahren-Potential: wirtschaftliche, soziale Ängste und Einzelschicksale vermischen sich bei Anti-Corona-Demonstrationen mit den gefährlichen Ansichten der rechten Szene. Doch welche Bedenken und kritischen Äußerungen sind der Demokratie dienlich und welche beruhen lediglich auf rechtsextremen Gedankengut?

Hier will ProSieben mit einer Sondersendung für Sensibilisierung sorgen. In "ProSieben Spezial: Rechts. Deutsch. Radikal" begab sich Reporter Thilo Mischke für den Sender knapp 18 Monate in Kreise der rechten Szene Deutschlands.

Der Moderator führt in seinem Format "Uncovered" Gespräche mit Anhänger:innen der Szene sowie mit Politiker:innen rechter Parteien. Er besucht Orte wie Festivals, Pegida-Demonstrationen oder rechtsextreme Fanshops. Mischke will die Ideologien und Ziele rechtsextremer Organisationen aufarbeiten. Ebenfalls Teil der Doku: die AfD und die teils scheinheilige Abgrenzung von einer rechten Gesinnung.

 

ProSieben kündigt Sondersendung kurzfristig an

Die Dokumentation hat ProSieben relativ kurzfristig im Programm angekündigt. Der Grund dafür könnte sein, dass der Sender eine mögliche einstweilige Verfügung umgehen will, wie dwdl.de berichtet. So zeigt das Finale der Sendung nach Angaben von ProSieben heikle Aussagen eines AfD-Funktionärs.

Die Zuschauer:innen dürfen also gespannt sein. Thilo Mischke gibt der rechten Szene mit der Dokumentation ein Sprachrohr. Die Schwelle von einem angebrachten Diskurs zu einer gefährlichen Bühne für die Selbstpräsentation Rechtsradikaler ist hier schmal. Im Netz erntete ProSieben auf Twitter schon vor der Ausstrahlung negative Kritik von Seiten verschiedener Lager: rechts wie links.

 

"ProSieben Spezial: Rechts. Deutsch. Radikal" ab 20.15 Uhr im TV

Die Dokumentation ist gleichzeitig jedoch wichtig für eine demokratische Basis. Verschiedene Zielgruppen werden hiermit angesprochen. Es geht dabei um einen Zugang und die Sensibilisierung dafür was Rechtsextremismus ist, wie aktuell, präsent und gefährlich dieser für uns alle sein kann. Die zweistündige Dokumentation zeigt ProSieben heute Abend um 20.15 Uhr



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