„Promi Big Brother“-Star Nadja Benaissa: Dieser ARD-Rückblick geht unter die Haut
Mit den „No Angels“ wurde Nadja Benaissa zum Star – doch hinter dem Erfolg lagen auch schmerzhafte Erfahrungen. In einer neuen ARD-Doku blickt die Sängerinnen zurück.

Vor rund 25 Jahren begann für Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Jessica Wahls und Vanessa Petruo ein Leben, das sich wohl keine von ihnen in dieser Form ausgemalt hatte. Aus unbekannten jungen Frauen wurden über Nacht gefeierte Popstars.
Doch während Millionen Fans ihre Musik liebten, mussten die Sängerinnen mit einem Ruhm umgehen, auf den sie kaum vorbereitet waren. Die dreiteilige ARD-Dokumentation „No Angels – Das sind Wir!“ blickt nun auf diese bewegte Zeit zurück. Besonders bewegend ist dabei auch die Story von Nadja Benaissa, die aktuell bei „Promi Big Brother“ für Aufsehen und Zoff mit Redo sorgt.
Nadja Benaissa über die Schattenseiten des Ruhms
Der Erfolg der „No Angels“ begann im Jahr 2000 mit der ersten Staffel der Castingshow „Popstars“. Aus mehr als 4500 Bewerberinnen wurden fünf Frauen ausgewählt, die schon bald die deutschen Charts eroberten. Mit „Daylight in Your Eyes“ landete die Gruppe einen Riesenhit. Für Nadja Benaissa und ihre Kolleginnen änderte sich das Leben innerhalb kürzester Zeit.
Doch mit der Aufmerksamkeit kamen auch Erfahrungen, die weit über den Druck des Musikgeschäfts hinausgingen. Besonders Nadja Benaissas Geschichte gehört zu den schweren Kapiteln der Band: Sie wurde wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung festgenommen. In diesem Zusammenhang wurde auch ihre HIV-Infektion öffentlich bekannt.
Die ARD-Dokumentation erinnert damit auch daran, wie wenig Kontrolle die Sängerinnen mitunter über ihre eigene Geschichte hatten – und wie gnadenlos die Öffentlichkeit mit ihnen umgehen konnte.
Vier „No Angels“ blicken gemeinsam zurück
Besonders bewegend ist, dass die verbliebenen Bandmitglieder ihre Erinnerungen in der Doku nicht nur einzeln schildern, sondern sich gemeinsam mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling und Jessica Wahls sprechen offen über Erfolge, Enttäuschungen und Verletzungen, die bis heute nachwirken.
Vanessa Petruo, die die Gruppe bereits 2003 verlassen hatte, kommt in der Doku übrigens nicht selbst zu Wort.
Dass die Frauen für die ARD-Serie jetzt wieder gemeinsam an einem Tisch sitzen, verleiht dem Rückblick aber eine besondere Nähe. Es geht nicht nur um alte Hits und große Auftritte, sondern auch darum, was damals zwischen ihnen geschah und was sie bis heute verbindet. Dabei liegen Lachen und Tränen immer wieder nah beieinander. Aus den jungen Sängerinnen von einst sind längst Frauen geworden, die heute selbst einordnen können, was der frühe Erfolg mit ihnen gemacht hat.

Wann läuft die „No-Angels“-Doku im Ersten?
Die dreiteilige Dokumentation „No Angels – Das sind Wir!“ ist bereits in der ARD-Mediathek verfügbar. Im Ersten wird sie am Samstag um 23.55 Uhr ausgestrahlt. Der Rückblick erzählt damit nicht einfach nur die Geschichte einer erfolgreichen Girlgroup. Er zeigt auch, was passiert, wenn junge Menschen praktisch über Nacht berühmt werden und erst im Nachhinein verstehen können, welche Folgen dieser Ausnahmezustand für ihr Leben hatte.
Gerade Nadja Benaissas Erlebnisse gehen dabei ganz schön unter die Haut.
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