Kino

"Pretty Woman"-Regisseur Gary Marshall ist tot

“Pretty Woman”, “Plötzlich Prinzessin”, “Happy New Year” – Gary Marshall verdanken wir einige der schönsten Liebeskomödien unserer Zeit. Nun ist er gestorben.

Wie oft habe ich gemeinsam mit Freundinnen mit Vivien mitgefiebert, als sie auf ihren „Prinzen auf dem weißen Pferd“ gewartet hat und schließlich Edward mit einem Blumenstrauß im Mund zitternd vor Höhenangst auf ihrer Treppe stand? Unzählige Male. 

Gary Marshall hat unsere romantischen Vorstellungen an die Liebe geprägt wie wohl kaum kein anderer Filmemacher  ( - und uns dadurch zugegebenermaßen auch ein wenig verkorkst). Nun ist der Regisseur, Filmproduzent und Schauspieler im Alter von 81 Jahren gestorben. Er erlag am Dienstag den Folgen einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Burbank, Kalifornien, nachdem er zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte. 

Gary Marshall
Einer der größten Filmemacher unserer Zeit ist gestorben: R.I.P. Gary Marshall. gettyimages

"Ich glaube an Märchen"

Garry Marshall arbeitete zunächst als Autor für Comedians wie Joey Bishop in den 1960ern bevor er in den 70ern an Sitcoms wie „The Odd Couple“ und „Happy Days“ mitgestaltete. Für seine Arbeit erhielt er insgesamt fünf Emmynominierungen. Erst in den 80ern widmete er sich dem Drehen seiner eigenen Filme und gilt seither als einer der bekanntesten Regisseure Hollywoods.

Seinen Durchbruch hatte er mit dem modernen Märchen „Pretty Woman“, ein Film, der seit 26 Jahren Generationen zu Tränen rührt und auch Julia Roberts groß rausbrachte. Mit der Schauspielerin sollte er noch einige Male zusammenarbeiten: In „Die Braut, die sich nicht traut“ sowie im April erschienenen „Mother’s Day“.

Gary Marshall ist der Märchenonkel Hollywoods. Auch wenn die Traumfabrik gerne mit kitschigen Liebeskomödien aufwartet, ein Happy End immer gewünscht und oft realisiert wird, zählt der Regisseur mit italienischen Wurzeln wohl zu einem der bekanntesten Filmemacher in dem Genre. So gehen neben "Pretty Woman" auch Filme wie "Happy New Year", "Plötzlich Prinzessin" und "Valentine's Day" auf seine Kappe. Angesprochen auf seine romantischen Arbeiten verriet Gary Marshall dem Magazin "EW": „Ich glaube an Märchen, und ich glaube, andere Menschen auch.“ 

Bis zuletzt gönnte sich Gary Marshall keine Ruhepause. Der 81-Jährige hatte erst im März gegenüber dem Magazin „People“ erwähnt, dass ein dritter Teil von „Plötzlich Prinzessin“ in Planung sei. Zudem arbeitete er an einem neuen „Pretty Woman“-Stück für die Theaterbühne. Er hinterlässt seine Frau, zwei Schwestern, drei Kinder und sechs Enkel. 

 

 



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