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"Pretty Woman" – In der Originalversion stirbt Julia Roberts alias Vivian an einer Überdosis

Das moderne Märchen „Pretty Woman“, in dem Vivian (Julia Roberts) den Sprung von einer Prostituierten zur Millianärs-Gattin schafft, war ursprünglich als düsteres Drama gedacht.

"Pretty Woman" ist ein Klassiker. Edward (Richard Gere) und Vivian (Julia Roberts) gelten als DAS Traumpaar. Als der Streifen 1990 in die Kinos kam, verzauberte die damals 22-Jährige Julia Roberts mit ihrem Lächeln und ihrer Prince-Gesangseinlage in der Badewanne die Zuschauer. Robert Gere, damals 40 Jahre alt, mimte den reichen Geschäftsmann, der selbst einer Prostituierten gegenüber stets Gentleman der alten Schule bleibt. 

 

Vivan (Julia Roberts) eigentlich eine drogenabhängige Prostituierte

Nun verriet der frühere Vorsitzende der „Disney Studios“ Jeffrey Katzenberg bei einer Frage-& Antwort-Runde in New York, dass damals eine ganz andere Fassung des Drehbuchs bei Disney eingereicht wurde. „Ich kann ihnen nicht einmal sagen, wie lange darüber diskutiert wurde“, sagte Katzenberg letzten Dienstag. Laut seiner Aussage sollte "Pretty Woman" ein "R-rated Movie" werden – ein Film für Zuschauer über 17 Jahre. Das ursprüngliche Drehbuch handelte von einer Prostituierten auf dem Hollywood Boulevard, die sich mit ihrer Arbeit ihre Drogen finanzierte. Eigentlich sollte der Streifen so düster werden, dass Vivian, statt am Ende gerettet zu werden, an einer Überdosis sterben sollte. 

 

Dank Disneys Eingreifen wurde „Pretty Woman“ dann doch zum romantischen Märchen

Jeffrey Katzenberg berichtet weiter, dass die Leute erst einmal davon überzeugt werden musste, dass diese Story zu einem Märchen und Prinzessinnen Film werden könne. Der Drehbuchautor J.F. Lawton hatte ein düsteres Drama geschrieben, dass den Kontrast zwischen Arm und Reich zeigen sollte und eigentlich den Titel „3000“ trug – die Summe die die Prostituierte für ihre Zeit mit Edward bekommen hätte. Dann verpasste Disney „3000“ jedoch nicht nur einen rosa-roten Anstrich, sondern auch einen neuen Namen. „Pretty Woman“ wurde so zu der Story, die wir kennen und lieben.

Von Anna Peters

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