Kino

"Pirates of the Caribbean 5" mit Verspätung

Captain Jack Sparrow aka Johnny Depp wird erst 2016 wieder Segel setzen.

Eigentlich war das vom "Kon-Tiki"-Duo Espen Sandberg und Joachim Rønning zu inszenierende Sequel des lukrativen Franchise von Jerry Bruckheimer ja für einen Start am 10. Juli 2015 geplant gewesen. Und die Vorzeichen schienen ja soweit auch gut: Johnny Depp ist erneut als Jack Sparrow an Bord, Jeff Nathanson, der bereits die Sequels "Rush Hour 2" und "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" erfolgreich zu Papier brachte, sitzt am Drehbuch. Doch jetzt scheinen die Zauderer und Zögerer Hand an den Bremshebel gelegt zu haben. Mit einer halbgaren Story wolle man sich diesmal keinesfalls begnügen - zumindest diese solle erst genügend ausgereift sein, bevor man mit der Produktion beginne, hieß es von Seiten des Studios.

 

Johnny Depp kein Erfolgsgarant

Woher die plötzliche Zurückhaltung kommt, ist aber auch klar: Mit dem kostspieligen "Lone Ranger" im Rücken, der meilenweit unter den Erwartungen blieb und dem Studio einen kräftigen Verlust bescherte, ist Disney offenbar vorsichtiger geworden. Denn ein erneuter Geldsegen täte der Filmschmiede diesmal wirklich gut - und das Piraten-Franchise ist immerhin das einträglichste für das Studio. Allein in Deutschland haben die vier Filme insgesamt knapp 24 Mio. Besucher in die Kinos gelockt und weltweit mehr als 3,7 Mrd. Dollar eingespielt. Doch ein Johnny Depp allein macht offenbar noch keinen Kassenschlager - auch wenn man ihn in exotische Gewänder steckt und aufwendig gefilmt kuriose Dinge tun lässt. Die große Gemeinsamkeit zwischen Tonto aus "Lone Ranger" und Captain Jack Sparrow aus den "Pirates of the Caribbean"-Filmen. Und dazu eine, die sich eben doch nicht als finanzieller Selbstläufer entpuppt hat, wie man sich von Seiten des Studios eigentlich erhofft hatte.



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