Kino

"People in Black" statt "Men in Black"?

Die schwarz gekleideten Agenten sind kein reiner Männerclub mehr. "MIB 3"-Regisseur Barry Sonnenfeld denkt über eine Namensänderung nach.

In "Men in Black 3" geht Will Smith seit dem 24. Mai mal wieder als Mitglied einer ultrageheimen Regierungsorganisation auf Alienjagd. Wie immer an seiner Seite: Tommy Lee Jones als bärbeißiger Agent K. Neu an seiner Seite, Zeitreise sei Dank: Josh Brolin als jüngerer Agent K. Und was sich definitiv geändert hat, das ist die Hierarchie im Hauptquartier. Denn die Befehle kommen nun von der Agentin O, dargestellt von Emma Thompson. Ist der sehr maskuline Name "Men in Black" da überhaupt noch zeitgemäß? Regisseur Barry Sonnenfeld hat jetzt in einem Interview auf diese Frage geantwortet. "Wissen Sie, eine andere Frau hat mich auch darauf hingewiesen und gefragt, ob die Bezeichnung 'Men in Black' nicht ein wenig altmodisch ist, jetzt da Emma sie anführt. Vielleicht sollte ein vierter Teil, wenn es denn einen gibt, 'People in Black' genannt werden. Das ist zwar nicht so eingängig, aber ich stimme Ihnen zu, dass das ein Punkt ist, mit dem wir uns beschäftigen müssen."

 

In männlicher Tradition

"People in Black", zu Deutsch "Menschen in Schwarz", ist tatsächlich weniger markant als die weltbekannte "Men in Black"-Marke. Die Rettung kam dann aber ausgerechnet von Sonnenfelds Interviewerin. Diese merkte an, dass der Name vielleicht die 60er-Jahre-Wurzeln der Organisation repräsentiert, die sich auch in der Kleidung der Agenten und der Innenausstattung des Hauptquartiers widerspiegeln. Sonnenfeld griff begeistert nach dem rettenden Strohhalm: "Das ist wahr. Das werde ich sagen." Bis zu einem eventuellen vierten Teil hat Barry Sonnenfeld noch Zeit, sich seine Argumentation zurechtzulegen. Vorerst dürfen die sonnenbebrillten Anzugträger in "Men in Black 3" unter ihrem angestammten Namen Außerirdische Ganoven dingfest machen.



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