Kino

Paula Patton: "'Warcraft' hat meine animalische Seite offenbart!"

Mega sexy und absolut tödlich: In ihren Filmen spielt Paula Patton oft das heiße Action-Babe, mit dem man(n) sich lieber nicht anlegen sollte. Im Gespräch mit ihr fand TV Movie Online-Redakteurin Laura Schäfer aber schnell heraus, dass Film und Realität weit auseinanderliegen!

Warcraft Paula Patton
Paula Patton verspricht: "'Warcraft' spricht auch die an, die das Videogame nicht kennen!" /Getty Images

In "Mission Impossible - Ghost Protocol" warf Paula Patton ihre Konkurrentin nach einem Kampf auf Leben und Tod einfach aus dem Fenster des höchsten Gebäudes der Welt, des Burj Khalifa in Dubai. In "Déjà Vu" setzte sie sich erfolgreich gegen gemeingefährliche Attentäter durch. Die Action-Szenen stehen der schönen 39-Jährigen richtig gut!

Doch zuletzt spielte sie eine Rolle, die alles von ihr abverlangt hat. Nicht nur körperlich, sondern geistig, denn in "Warcraft" (basiert auf dem weltberühmten, gleichnamigen Videospiel) spielt sie Garona, halb-Mensch, halb-Ork. Im Interview erzählte sie von der inneren Zerrissenheit der Figur und wie die Dreharbeiten sie verändert haben.

TVM: Haben Sie vor den Dreharbeiten schon mal "World of Warcraft" gespielt?

Paula Patton: Nein, habe ich nie. Als ich mich mit Duncan Jones [Regisseur des Films] getroffen habe, war das meine erste Berührung mit World of Warcraft. Aber als ich später meiner Familie davon erzählt habe, gab es welche, die sofort gesagt haben, ‚Ich liebe das Game! Ich spiele es!‘. Ich wollte es unbedingt spielen, aber ich konnte nur jemandem über die Schulter schauen. Es ist wirklich tricky und komplex und echt schwer. (lacht) Ich werde nie gut darin sein.

TVM: Was hat Sie am Plot überzeugt, dass Sie unbedingt mitspielen wollten?

Paula Patton: Es ist so eine einzigartige Geschichte. Das Spiel ist so reichhaltig und tiefgründig, was die Geschichte und Entwicklung der Figuren angeht, wie kein anderes, das ich kenne. Ich fand auch die Möglichkeit, Garona zu spielen, sehr aufregend. Sie ist Halb-Ork und Halb-Mensch – als Schauspielerin habe ich das noch nie gespielt und auch noch nie gesehen. Ich wusste nicht einmal, dass es sowas überhaupt gibt. Es war eine Herausforderung, herauszufinden und zu lernen, wie ich sie darstelle.

TVM: Wie würden Sie Garona beschreiben?

Paula Patton: Das Tolle an ihr ist, dass sie sehr widersprüchlich ist. Die meiste Zeit ihres Lebens war sie bei den Orks als Sklavin. Sie war nie eine von ihnen und wurde auch nie so angesehen. Es ging nur darum zu überleben. Dafür musste sie sie überlisten und ihren Respekt verdienen. Mit schierer Willenskraft hat sie das auch geschafft. Aber sie lebte in einer Welt voller Einsamkeit, Traurigkeit und Schmerzen. Als das Portal geöffnet wird, findet sie sich plötzlich in der Menschenwelt wieder. Dort erlebt sie vollkommen neue Gefühle mit den Menschen, die so anders sind. Sie hat einfach in jeder Welt einen Fuß drin, passt aber nirgends richtig rein.

TVM:  Können Sie mit Garonas inneren Konflikten etwas anfangen?

Paula Patton: Auf jeden Fall! Ich habe eine einen multikulturellen Hintergrund, von daher kann ich es auf diesem Level verstehen. Aber auch viele Menschen, unabhängig von der Ethnik können ihr Gefühl, ein Außenseiter zu sein, nachfühlen. Garona steht für die, die glauben, nirgends hinzugehören. Es gibt so viele unter uns, die sich manchmal so fühlen. Sie hilft uns aber auch, unseren Weg zu finden.

TVM: Wenn man den Trailer sieht, wirkt die Welt von "Warcraft" gigantisch..

Paula Patton: Ja, als ich ihn gesehen habe, war ich auch überwältigt und es macht den Anschein einer anderen Welt. Aber Duncan war es wirklich wichtig, die Landschaften so detailreich und echt wie möglich zu schaffen. Dafür wurden lebensechte Kulissen gebaut; sie fühlten sich nicht fake an. Es ist ein guter Mix aus Special Effects und Realität. Die Schauspieler, die die Orks verkörpern, mussten allerdings blaue Jumpsuits und Markierungen tragen und das war eine Herausforderung. (lacht)

TVM: Die überwältigenden Bilder erinnern recht schnell an den "Herrn der Ringe". Ein Vergleich, den Sie nachvollziehen können?

Paula Patton: Die Welt von Azeroth kann solch ein Gefühl erzeugen. Sieht man den Film, merkt man, dass er für sich alleine steht und es eine andere Geschichte ist. Da gibt es diese zwei Helden aus zwei Welten, die aufeinander prallen. Es geht darum, was man mit Macht tun will. Ob es Gut und Böse gibt, und welche Seite man am Ende wählt. Was Duncan hervorragend geschafft hat, ist, dass er nicht die Orks oder Menschen bevorzugt. Beide haben ihre Qualitäten und ihre Gründe. Jeder muss also für sich entscheiden, auf welcher Seite er steht.

TVM: Duncan Jones hat kürzlich erzählt, dass er aus "Warcraft" gerne eine Trilogie machen würde. Wären Sie für zwei weitere Filme dabei?

Paula Patton: Ich würde liebend gerne weitermachen! Mir hat es wirklich Spaß gemacht, diesen Film zu machen und Garona ist eine tolle Figur. Es war ein Leidenschafts-Projekt für mich, um ehrlich zu sein. Ich habe gelernt, wie man ein Pferd reitet und mit einem Schwert kämpft. Auf diese Art hat es mein Leben verändert. Es hat eine andere Seite von mir offenbart, eine animalische!

 

 



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