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Paul Haggis gesteht: Sein Film "L.A. Crash" hat den Oscar nicht verdient!

Der Oscar-prämierte Regisseur Paul Haggis machte vor einigen Monaten noch Schlagzeilen, als er in der Scientology-Doku „Going Clear“ von seinen erschütternden Erlebnissen in der Kirche berichtete. Doch mit einer aktuellen Aussage zu einem seiner Filme überraschte der Regisseur  selbst seine schärfsten Kritiker.

L.A. Crash von Paul Haggis
Hat er den Oscar wirklich nicht verdient? "L.A. Crash"-Regisseur Paul Haggis zeigt sich durchaus selbstkritisch...

Gute 10 Jahre ist es her, als Regisseur Paul Haggis mit seinem bewegenden Rassen-Drama „L.A. Crash“ die Zuschauer- und Oscar-Jury berührte. Stolze drei Oscars gab es für den Film, darunter natürlich die begehrteste aller Auszeichnungen, nämlich als Bester Film des Kinojahres. Doch vor allem von Journalisten und Kritikern wurde die Auszeichnung scharf kritisiert, die sahen nämlich Ang Lees "Brokeback Mountain" und Steven Spielbergs "München" deutlich vor dem Haggis Film.

Zum Start der neuen HBO-Serie "Show Me a Hero", in der Haggis wieder auf dem Regiesessel sitzt, äußert der Regisseur jetzt ziemlich selbstkritische Worte und gibt den Journalisten, 10 Jahre nach der Verleihung, in gewisser Weise Recht. In einem Interview mit HitFix sagt er ganz direkt: „War er (Anm. "L.A. Crash") der beste Film des Jahres? Ich glaube nicht. Es gab so viele großartige Filme in diesem Jahr.“ 

Dennoch betont Haggis im Interview, dass er sich über den Oscar sehr gefreut habe und er positiv überrascht war, wie viele Leute der Film berührt und verändert habe. Dennoch betont er gleichzeitig auch das Dilemma, in dem er jetzt im Nachhinein steckt: „Sie sollten mich nicht fragen, was damals der beste Film des Jahres war, denn ich würde nicht für ‚L.A. Crash‘ voten. Aber auch nur, weil ich die Kunstfertigkeit der anderen Filme in dem Jahr gesehen habe.“

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