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"Pandemie": Netflix-Serie schwankt zwischen Panikmache und Aufklärung | Kritik

"Pandemie: Wie man den Ausbruch verhindert" soll über die weltweite Bedrohung durch Seuchen aufklären. Die Doku-Serie auf Netflix hört sich dabei allerdings eher wie Corona-Panikmache an.

Netflix Logo
Die Netflix-Serie "Pandemie" schwankt zwischen Panikmache und Aufklärung. Foto: Netflix

Die Doku-Serie "Pandemie" versucht die Frage zu klären, wie sehr uns Seuchen bedrohen. Dabei erzählt die Netflix-Serie Geschichten von Ärzten, Forschern und freiwilligen Helfern überall auf der Welt. Neben Ägypten, Guatemala und Indien liegt das Hauptaugenmerk auf der USA, wo an einem universellen Grippeimpfstoff geforscht wird. Im Mittelpunkt stehen diejenige, deren Job die Angst vor Pandemien ist.

 

Netflix-Serie "Pandemie": Streamingdienst nutzt Corona-Momentum

Die Hauptdarsteller von "Pandemie" sind Menschen, die davon leben, die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Es folgen dramatische Aussage auf dramatische Aussage. Das ergibt auch Sinn, schließlich wären sie Job oder Fördermittel los, würde keine Gefahr bestehen.

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Netflix nutzt mit "Pandemie" das Corona-Momentum. Der Streaminganbieter holt diejenigen ab, die wegen der Corona-Krise sowieso schon in Alarmbereitschaft sind. Man merkt, es ist eine Serie, die Geld einspielen soll, statt aufzuklären. Panik funktioniert besser als nüchterne Aufklärung. So muss man als Zuschauer geduldig sein, wenn man spannende Einblicke in Berufe und Strategien erhalten möchte, die Ausbrüche von Pandemien verhindern sollen.

Beispielsweise wird eine Tierärztin begleitet, die gemeinsam mit Jägern Enten einfängt, um Abstriche zu machen. In einer Laborumgebung wird dann überprüft, welche Subtypen der Influenza in dieser Region auftreten. Besonders Vögel verbreiten Erreger - ansehen könne man es ihnen aber nicht.

 

Netflix-Serie "Pandemie": Gesellschaftskritik kommt zu kurz

Spannende Ansätze, die Otto Normalverbrauchern hilfreiche Tipps an die Hand geben, werden nicht verfolgt und es gibt nur selten gesellschaftskritische Sätze wie: "Das Bevölkerungswachstum führt zu einem größeren Bedarf an tierischen Proteinen und als Folge daraus ist die Viehzucht größer als je zuvor. Das Problem daran ist, dass die bloße Menge an Tieren auf so engem Raum das Risiko erhöht, dass ein Virus sich rapide ausbreitet und mutiert. Wir können zwar nicht vorhersagen, wo die nächste Influenza-Pandemie herkommen wird, aber es gibt Länder, die wir besonders genau beobachten. China ist eines davon." 

Die Globalisierung wird als gefährliches Element des modernen Lebens dargestellt. Wir selbst werden als Verbreiter von Krankheitserregern eingeschlossen. Wir gefährden uns selbst und andere. Gefahr folgt auf Gefahr. "Pandemie" hält die Spannung für den Zuschauer oben und schürt dadurch eher Panik, als sie zu verringern. Durch den zusammenhanglosen Erzählstrang, kommen hoffnungsvollere Perspektiven zu kurz. Die nächste Gefahr steht schließlich schon vor der Tür. 

Fazit: Dass die Serie "Pandemie" in Zeiten von Corona trendet, ist wenig verwunderlich. Sie ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn sie schwankt zwischen Panikmache und Aufklärung - mit einem Hang zum Ersteren. 

Das Robert Koch-Institut beantwortet häufig gestellte Fragen zum Coronavirus auf ihrer Website.

 


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