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„Outlander“ zeigt starke weibliche Sexualität

„Outlander“ lebt von den leidenschaftlichen und intensiven Momenten zwischen den Figuren. Insbesondere die Frauen in der Serie wissen, was sie wollen und zeigen es auch.

"Outlander": Jamie (Sam Heughan) und Claire (Caitriona Balfe)
„Outlander“: Claire steht zu ihrer starken weiblichen Sexualität. | Bild: Starz

Für eine Serie, die hauptsächlich im 18. Jahrhundert spielt, geht es bei „Outlander“ ganz schön zur Sache. Extrem fortschrittlich ist auch, dass vor allem die Frauen oft die Initiative ergreifen und den Männern zeigen, was sie wollen. Damit repräsentiert „Outlander“ eine starke weibliche Sexualität, die man nicht oft im Fernsehen sieht.

 

„Outlander“: Claire weiß, was sie will

Besonders die Beziehung zwischen Claire und Jamie lebt von einer Dynamik, in der Claire als Frau die Hosen anhat, wenn die beiden die Hosen aus haben.

Zu Beginn der Serie wird Claire zu einer Hochzeit mit Jamie gezwungen. Nach einem für Claire eher unbefriedigenden Liebesspiel zeigt sie ihrem neuen Ehemann, was sie will und kommt prompt zum Orgasmus.

Claire übernimmt oft die Kontrolle und zeigt Initiative. Das war im 18. Jahrhundert eigentlich nicht üblich, weshalb Jamie zu Beginn der Show auch die Theorie aufstellt, dass Frauen eigentlich nicht viel für Sex übrig haben. In der Welt die Jamie kennt, sind Frauen vor allem dazu da, Männern das zu geben, was sie wollen. Claire, die eigentlich aus den 1940ern stammt und in der Zeit zurückgereist ist, stellt Jamie ein emanzipiertes Sexleben vor, das ihm offensichtlich gefällt. Ab da folgen unzählige heiße Sex-Szenen zwischen den beiden.

 

„Outlander“ prangert Doppelmoral an

Outlander Sex Brianna Roger
„Outlander“: Brianna machte bei Roger den ersten Schritt. | Foto: Starz

Auch Claires und Jamies Tochter Brianna steht für eine emanzipierte Art der weiblichen Sexualität. So ist es auch Brianna, die die Initiative ergreift und den ersten Schritt macht, um mit Roger zu schlafen. Dieser lehnt allerdings ab und macht ihr stattdessen einen Heiratsantrag, den sie verneint. Roger verurteilt Brianna daraufhin, weil sie mit ihm ins Bett steigen will, ohne ihn zu heiraten. In einer der feministischsten Szenen der Serie prangert Brianna Rogers Doppelmoral an. Für Männer sei es okay, vor der Hochzeit Sex zu haben, aber eine Frau werde deswegen verurteilt.

„Outlander“ scheut nicht davor zurück, eine sehr ausgeprägte und feministische weibliche Sexualität zu zeigen. Die Serie porträtiert selbstbewusste Frauen, die zu ihrer Sexualität stehen und ausdrücken, was sie wollen. Damit macht „Outlander“ anderen Frauen Mut und passt perfekt in die heutige Zeit, in der Bewegungen wie „Time's Up“ für Gleichberechtigung kämpfen.

 
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