Kino

Oscars 2019: Radikale Veränderungen sorgen für Unmut!

In den vergangenen Jahren haben sich vor allem die Zuschauer von den Oscars abgewendet. Wegen mieser Einschaltquoten sollen die Oscars 2019 radikal verändert werden. Doch das stößt auf Unmut bei vielen Oscar-Puristen.

Oscars 2016
Damit die Oscars 2019 auch für ein jüngeres Zielpublikum attraktiv werden, planen die Verantwortlichen radikale Veränderungen für die kommende Ausgabe. Das sorgt jedoch für Unmut bei vielen Oscar-Puristen! / Getty Images

Viel ist nicht mehr vom früheren Glanz der Oscars übrig. Klar, der Rote Teppich, die Goldjungen und die Stars sind immer noch da, wenn es einmal im Jahr in Los Angeles um die große Selbstbeweihräucherung der Filmindustrie geht. Doch die Zeremonie, die Dauer und auch die Filmauswahl wurden in den vergangenen Jahren immer wieder zum Mittelpunkt der Kritik. Das spiegelte sich auch in den katastrophalen Einschaltquoten wieder, die bei den Oscars 2018 ihren Tiefpunkt erreichten. Nun hat die "Academy of Motion Pictures Arts und Sciences" mit radikalen Änderungen reagiert, die Oscar-Puristen richtig erzürnen.

 

Oscars 2019 – Diese Veränderungen sind geplant

Laut dem Branchenmagazin "Variety" planen die Verantwortlichen für die Oscars 2019 weitreichende Veränderungen, die vor allem ein jüngeres Publikum für die Preisverleihung interessant machen sollen. So sollen die Oscars nicht nur deutlich kürzer werden (mit einer Laufzeit von maximal drei Stunden), was zur Folge hat, dass einige Awards während den Werbepausen verliehen werden, sondern auch um eine neue Kategorie erweitert werden, die vor allem Oscar-Puristen ziemlich vor den Kopf stößt:

Im kommenden Jahr soll es nämlich einen Goldjungen für „Herausragende Leistung im populären Film“ geben. Damit sollen auch kommerziell-erfolgreiche Filme preisgekrönt werden, die bei der alljährlichen Preisverleihung, bis auf wenige Ausnahmen wie „Der Herr der Ringe“ und „Titanic“m meist leer ausgehen. Dass damit auch „künstlerisch wertvolle“ Filme wie die beiden letzten Gewinner „Moonlight“ und „The Shape of Water“ diskreditiert werden, weil sie eben kein Massenpublikum ins Kino locken, sorgt aktuell für einen Aufstand bei Oscar-Puristen.

 

Nach Änderungen bei Oscars 2019: Heftige Kritik

In Hollywood selbst sind die Neuerungen mit Verwunderung und teilweise Entsetzen aufgenommen worden. Darsteller Rob Lowe twitterte bspw., dass das Film Business mit der Einführung des "populären Oscars" am heutigen Tag gestorben sei. Dass nun die großen finanziellen Gewinner Hollywoods auch noch zusätzlich geehrt werden würden, sei ein schwarzer Tag für die Industrie, so die Meinung mehrerer Medienanstalten wie bspw. dem „Time Magazine“.

Gleichzeitig gibt es auch Verteidiger der umstrittenen Änderung: "Hollywood Reporter"-Kolumnist  Scott Feinberg argumentiert, dass die Oscars damit endlich die Annäherung an den Geschmack des Publikums finden. Populäre Filme wie bspw. „Black Panther“ hätten so deutlich bessere Chancen für ihren Mut im Blockbuster-Kino ausgezeichnet zu werden.



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