Kino

Oscar-Anwärter "Green Book" | Eine berührende Geschichte über Freundschaft

Der Film "Green Book" über eine ungewöhnliche Freundschaft inmitten der Menschenrechtsbewegung in den USA gilt als Oscar-Favorit.

Green Book Film
Green Book mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali gilt völlig zu Recht als Oscar-Favorit. Unsere Redaktionspraktikantin Lara hat sich den Film angeschaut! 2018 eOne Germany

Mit drei Golden Globes, unter anderem für den besten Film, gilt „Green Book“ von Regisseur Peter Farrelly als heißer Oscar-Favorit. Lara Voepel (14) aus Hamburg hat sich das Meisterwerk im Rahmen ihres Schülerpraktikums bei „TV Movie Online“ angesehen und es bewertet.

 

Inhalt: Worum geht es in „Green Book“?

Als Tony Lip (Viggo Mortensen) seinen Job verliert, beginnt er als Fahrer für den Pianisten Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) zu arbeiten. Die beiden reisen 1962 für acht Wochen für Konzerte durch die US-Südstaaten, wo Shirley und sein weißer Fahrer viel Rassismus erleben.

Das „Green Book“ haben sie immer dabei. Es gibt z.B. Aufschluss darüber, welche Hotels bereit sind, afro-amerikanische Reisende aufzunehmen. Tony, der selbst Vorurteile hat, lernt Shirley besser kennen. Es entwickelt sich eine Freundschaft, wie sie in den USA damals eher ungewöhnlich war.

Am letzten Tag der Konzertreise geraten die beiden in einen Schneesturm.  Alles weist darauf hin, dass sie es nicht bis Heiligabend zu Tony nach Hause schaffen werden. Doch die beiden haben Glück und kommen rechtzeitig bei Tonys Frau an. Vor der gemeinsamen Reise undenkbar: Tony möchte, dass sein neuer Freund, der selbst keine Familie mehr hat, zum Weihnachtsfest sein Gast ist. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit.

 

Rassismus im Film „Green Book“

Der Rassismus, der damals in den USA herrschte, zeigt sich in vielen unterschiedlichen Szenen. Zum Beispiel darf Dr. Shirley wegen seiner Hautfarbe wegen der Hausregeln nicht in einem Restaurant essen. An einer anderen Stelle wird er zusammengeschlagen und als Bimbo beschimpft.

Mir hat sehr gefallen, wie der Regisseur seinen Film aufgebaut hat: Zu Beginn ist Tony selbst ein Rassist, der lediglich für Dr. Shirley arbeitet, weil er Geld braucht. Nachdem sich die beiden angefreundet haben, hilft er dem Pianisten allerdings, zu sich selbst zu stehen.

Tony in Green Book
Tonys (Viggo Mortensen) Einstellung ändert sich im Film komplett          2018 eOne Germany

Der Übergang von der Ablehnung zur Freundschaft ist fließend. Der Zuschauer merkt, wie Tony Dr. Shirley Stück für Stück anders sieht und schließlich ganz aufgehört, ihn nur anhand von Vorurteilen zu beurteilen.

 

Warum ist „Green Book“ Oscar-Favorit?

Ich denke, dass der Film nominiert wird, weil er eine wunderschöne Erzählung über Freundschaft ist. Tony und Dr. Shirley hatten sicherlich einen schweren Start, daraus entwickelt sich aber mit der Zeit eine sehr berührende Freundschaft. Doch „Green Book“ ist kein durchweg ernster Film. Es gibt viele Momente, in denen der Zuschauer schmunzeln wird.

 

Der Film „Green Book“ startet am 31. Januar in den deutschen Kinos.

 



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