Kino

Oliver Stone stellt sich hinter Edward Snowden

Mit deutlichen Worten kritisiert Oscar-Regisseur Oliver Stone die US-Regierung und rühmt die Zivicourage des Whistleblowers.

Noch sitzt - aller Wahrscheinlichkeit nach - der frühere CIA-Mitarbeiter Edward Snowden auf dem Moskauer Flughafen fest. Der Whistleblower hatte enthüllt, wie die Geheimdienste der USA und Großbrittanniens massenweise die eigenen, aber auch die Bürger befreundeter Nationen überwacht. Snowden bat bislang in 21 Ländern um Asyl. Nachdem ihm dies bereits 12 Regierungen abschlugen, formiert sich im Internet breite Unterstützung für den Whistleblower. Aber auch immer mehr Prominente stellen sich hinter Edward Snowden. Darunter auch Oliver Stone, einer der einflußreichsten Regisseure der Filmgeschichte.

 

"Eine Schande für Barrack Obama"

"Es ist eine Schande, dass Präsident Obama mehr damit beschäftigt ist, Snowden zu jagen, als diese George-Bush-artigen Abhöraktionen zu reformieren," wettert der "Wall Street"-Regisseur. "Für mich ist Snowden ein Held," so Stone weiter, "denn er hat Geheimnisse enthüllt, die wir alle kennen sollten: Die Vereinigten Staaten haben wiederholt gegen den Vierten Zusatzartikel verstoßen." Oliver Stone bezieht sich dabei auf einen Passus in der amerikanischen Verfassung, der allen Bürgern das Recht auf Privatsphäre garantiert. "Er sollte überall willkommen geheißen werden und Asyl angeboten bekommen," fordert der dreifache Oscar-Preisträger, resigniert aber selbst: "Er findet keinen Platz, um sich zu verstecken, denn jedes Land ist von den Vereingten Staaten eingeschüchtert." Vor einigen Tagen meldete "Salt"-Regisseur Phillip Noyce Ansprüche auf einen Film über die Flucht des Whistleblowers an und brachte mit "Hunger Games"-Star Liam Hemsworth gleich einen Hauptdarsteller ins Gespräch.



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