Oliver Pocher bricht Schweigen zu verlorenem Gerichtsverfahren
Anne Wünsche und Oliver Pocher standen sich vor Gericht gegenüber. Jetzt äußert sich der Comedian zu seiner Niederlage.

Harte Klatsche für Oliver Pocher. Vor Gericht musste der Comedian jetzt eine Niederlage einstecken, die eine andere Beteiligte jubeln lässt.
Es ist mittlerweile fünf Jahre her, dass Olli Pocher auf Instagram sein Format „Bildschirmkontrolle“ ins Leben gerufen hat. Damals stellte er Influencer an den Pranger, kritisierte ihr Verhalten scharf. Aber nicht nur das! Er erhob auch schwere Anschuldigungen gegen Ex-„Berlin – Tag & Nacht“-Star Anne Wünsche. Er behauptete damals öffentlich, sie habe Follower, Likes und 96.500 Herzchen-Kommentare gekauft. Er legte damals sogar vermeintliche Beweise vor.
Anne Wünsche jubelt
Anne Wünsche wollte von diesen Vorwürfen nichts wissen und wehrte sich. Es entbrannte nicht nur ein harter Zoff auf Social Media, der Fall landete auch vor Gericht. Vor wenigen Tagen kam es nun zu einem Urteil des Landgerichts Hamburg – zugunsten von Anne Wünsche. Pochers angebliche Beweise sowie ein Zeuge entpuppten sich als unglaubwürdig.
Einsicht zeigt der Comedian nicht. Bei Instagram erklärte er ironisch: „Thema Anne Wünsche endgültig beendet! Für den Betrag von 6 Anne Wünsche Gummipuppen für den guten Zweck!“
Eine Erleichterung ist das Urteil für Anne Wünsche. Ihr Anwalt erklärte nach dem Urteil am 28. November: „Oliver Pocher muss sämtliche streitgegenständlichen Behauptungen unterlassen. Bei Zuwiderhandlung drohen Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro oder Ordnungshaft bis zu zwei Jahren. Zudem muss er die Kosten der vorgerichtlichen Abmahnungen erstatten.“
„Oliver Pocher ist zu weit gegangen“
Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, es kann somit noch dagegen angegangen werden. Dennoch atmet Anne Wünsche schon jetzt auf. Sie ist überzeugt: „Oliver Pocher [ist] zu weit gegangen.“ Seine Aussagen gingen „weit über das hinaus, was man noch als Comedy bezeichnen könnte“, stellt sie klar. „Der Streit hatte nichts mit Social-Media-Neid oder Konkurrenz zu tun, sondern ausschließlich mit falschen, öffentlich verbreiteten Behauptungen, die meinen Ruf schädigen sollten“, sagt sie weiter.
Die Vorwürfe hatten sie extrem belastet. „Wenn jemand mit so großer Reichweite falsche Tatsachen über dich verbreitet, wirkt sich das auf jeden Lebensbereich aus. Es gab Phasen, in denen ich kaum noch das Haus verlassen habe“, erklärt Anne Wünsche weiter.
Anne Wünsche hatte Existenzängste
Die Anschuldigungen hatten auch Folgen für ihren Job. Kooperationspartner seien abgesprungen. Aber besonders hart war ein anderer Punkt: die Auswirkungen auf ihre Familie. „Meine Kinder haben mitbekommen, dass ‚über Mama etwas im Internet erzählt wird‘“, sagt sie. „Denn Kinder spüren, wenn du kämpfst. Schlaflose Nächte, Existenzängste, Tränen, die Frage, ob ich dem Druck standhalten kann – all das gehörte zum Alltag“, macht sie deutlich.
Jetzt bleibt zu hoffen, dass der Zoff endlich ein Ende findet. Für Pocher selbst geht es vor Gericht nun in anderer Sache weiter ...







