Nach Überraschungserfolg

„Obsession“-Produzentin Leonora Ann Darby verklagt Produktionsfirma

Der Psychothriller „Obsession“ spielte weltweit mehr als 500 Millionen Dollar ein. Nun zieht Produzentin Leonora Ann Darby vor Gericht und fordert ihren Anteil am Erfolg.

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Damit hatte wohl niemand gerechnet: „Obsession“ entwickelte sich völlig überraschend zum Hype-Film des Jahres. Foto: Universal / Tea Shop Productions

Der Horrorfilm „Obsession“ war einer der größten Überraschungshits des Jahres. Nun sorgt der Film auch abseits der Kinokassen für Schlagzeilen: Produzentin Leonora Ann Darby verklagt die Produktionsfirma Tea Shop Productions und wirft deren Gründern vor, sie um ihren Anteil am Erfolg des Films gebracht zu haben.

Produzentin fordert Anteil am „Obsession“-Erfolg

Darby hat am 28. August 2026 Klage vor einem Gericht in Los Angeles eingereicht. Darin beschuldigt sie die „Obsession“-Produzenten James Harris und Mark Lane, eine Vereinbarung aus dem Jahr 2024 gebrochen zu haben. Demnach sollte Darby bei Filmen, die sie maßgeblich produzierte, mit einem Drittel der Nettogewinne beteiligt werden.

Laut Klageschrift sei Darby zwar offiziell als Executive Producerin von „Obsession“ aufgeführt worden, habe tatsächlich jedoch Aufgaben einer leitenden Produzentin übernommen. Besonders wichtig sei ihr Einfluss auf die Entstehung des Films gewesen.

Unter anderem habe Darby sich dafür eingesetzt, dass Regisseur Curry Barker wieder stärker in die Bearbeitung des Films eingebunden wird. Nachdem Barker die Kontrolle über den Schnitt verloren hatte, soll Darby dafür plädiert haben, ihn zurückzubringen. Außerdem habe sie sich für zusätzliche Dreharbeiten ausgesprochen.

Auch inhaltlich habe Darby entscheidende Änderungen angestoßen. Dazu gehörten laut Klage unter anderem Anpassungen an den Beziehungen und Entwicklungen der Hauptfiguren sowie die stärkere Betonung der übernatürlichen Elemente des Films.

Was fordert Leonora Ann Darby?

Darby verlangt unter anderem die Auszahlung ihres 33,33-prozentigen Anteils an den Nettogewinnen von „Obsession“ (ca. 168,4 Millionen Dollar) . Weltweit spielte der rund 505,7 Millionen Dollar ein – bei einem vergleichsweise niedrigen Produktionsbudget von 750.000 Dollar. Außerdem fordert sie eine vollständige Abrechnung der Einnahmen sowie weitere Vergütungen, ausstehende Zahlungen und Kosten.

Ihre Anwälte werfen Harris und Lane zudem vor, Darby nicht angemessen anerkannt und sie zunehmend wie eine untergeordnete Mitarbeiterin behandelt zu haben. So sei sie laut Klage unter anderem nicht zur Premiere des Films in Los Angeles eingeladen worden.

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Ob die Vorwürfe tatsächlich zutreffen, ist bislang nicht geklärt. Weder die Produktionsfirma Tea Shop Productions und Regisseur Curry Barker haben sich zu den Anschuldigungen geäußert.

Darby selbst zeigt sich über ihre Anwälte kämpferisch und will die Klage vollständig verfolgen. Für den erfolgreichen Horrorfilm könnte damit nach dem Kinorekord ein weiteres, deutlich weniger erfreuliches Kapitel folgen...