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"No Man's Sky": Alles zum Weltraum-Spiel auf PS4 und PC!

Mit "No Man’s Sky" wagt sich das britische Entwicklerstudio Hello Games an eine der elementaren Fragen unserer Zeit: Was finden wir im Zentrum des Universums? Um diese Frage zu beantworten entwarfen Entwickler Sean Murray und sein überschaubares Entwicklerteam eines der ambitioniertesten Videospiel-Projekte unserer Zeit.

No Man's Sky Packshot
In "No Man's Sky" von Hello Games können Spieler über 18 Trillionen (!!!) Planeten erkunden! Hello Games

„Der Weltraum. Unendliche Weiten…“, so flimmerte Anno 1966 zum ersten Mal das Intro zur legendären Sci-Fi-Serie „Star Trek“ über die heimischen TV-Bildschirme. Selbst zu jener Zeit mögen viele Zuschauer über die exotischen Abenteuer von Spock, Kirk & Co. hin und wieder geschmunzelt haben – doch das Weltraumfieber hatte nicht nur die konkurrierenden Raumfahrtflotten der US-Amerikaner und Sowjetunion gepackt, sondern viele Millionen von Menschen weltweit.

"No Man's Sky"
Von der Faszination am Weltraum lebt auch "No Man's Sky"

Über 50 Jahre sind mittlerweile vergangen. Die Zeiten nach der ersten „Eroberung des Weltraums“ haben sich geändert. Die NASA, ihre europäischen und asiatischen Kollegen haben alle etwas von ihrem einstigen "Glanz" verloren. Und noch mysteriöser und unerreichbarer erscheint uns oftmals das „Unbekannte“ da draußen, auch wenn wir mittlerweile viel näher an den Antworten sind, nach denen wir vor hunderten von Jahren angefangen haben zu suchen.

Mit Pioniergeist in das Universum von "No Man’s Sky"

Doch der Drang zu forschen und zu entdecken ist auch im Jahr 2016 ungebrochen – auch wenn sich die Prioritäten verschoben haben mögen. Videospiel-Entwickler Sean Murray hatte vor fünf Jahren erstmals die Idee zu einem Spiel, das genau eben diese "Ur-Instinkte" der Weltraum-Besiedlung in den Mittelpunkt stellen würde: Was wäre, wenn ich als Spieler die Möglichkeit hätte (fast) alle Planeten unseres Universums zu bereisen? Genau dieser komplexen Prämisse unterwirft sich "No Man’s Sky" mit einer erstaunlichen Konsequenz.

 

Schon das Intro des Spiels lässt vermuten, welch gigantisches Gesamtpaket auf den Spieler wartet: Links und rechts am Bildschirmrand schießen abertausende von winzigen Planeten, Sternen und Weltraumnebeln am Spieler vorbei. Noch bevor man das erste Mal an einem unbekannten Planeten am Rand des Universums erwacht, wird einem das Ausmaß bewusst: Auf jeden dieser winzigen Himmelskörper kann der Spieler theoretisch zusteuern. Würde man nur wenige Sekunden auf jedem einzelnen Planeten in "No Man’s Sky" verbringen, müsste man schlappe 500 Jahre (!!!) Spielzeit einrechnen.

Die Schönheit des Überlebens

Und dann beginnt das Abenteuer: Auf einem zufälligen Planeten beginne ich in „No Man’s Sky“ meine Mission. Mission? Nein, nicht so wirklich. Denn theoretisch könnte ich den ressourcenreichen Planeten stundenlang erkunden und auskundschaften. Doch im Hintergrund beginnen bereits die Mechanismen des Spiels zu wirken: Die Atmosphäre des Planeten ist toxisch. Mein Raumanzug hält mich nur für eine gewisse Zeit am Leben bis ich im Crafting-Menü mit Ressourcen nachhelfen muss.

No Man's Sky Sentinels
Nicht nur "sentinels" machen "No Man's Sky"-Spielern das Leben schwer!

Und irgendwie scheint mein Scanner nicht so wirklich zu funktionieren. Für dessen Reparatur brauche ich zufällig Heridium, Zink und andere Rohstoffe, die glücklicherweise jedoch auf meinem Geburtsplaneten zu finden sind. Doch das Abschöpfen der Rohstoffe, das sehr leicht von der Hand geht, hat seinen Preis: "Sentinels" bewachen die Oberfläche der Planeten. Bei zu viel Einflussnahme meinerseits, verlieren die fliegenden Blechbeschützer ihre Geduld und greifen mich an.

Intuitiv und komplex

Auf ein Tutorial verzichtet Hello Games bei “No Man’s Sky” komplett. Stattdessen lässt man den Spielern die Freiheit zu erkunden, was, wie, wo funktioniert. Tatsächlich ergibt sich in der ersten Spielstunde alles äußerst intuitiv – bis auf einen Rohstoff, der zum Ausbau des Raumschiffs gebraucht wird und etwas weiter auf dem Planeten verstreut ist, gibt es kaum einen Moment, in dem „No Man’s Sky“ frustriert. 

Stattdessen staune ich über die ästhetische Qualität der tollen Gesamtpräsentation: Hochglanztexturen anderer AAA-Games sucht man zwar vergeblich, doch der zufallsgenerierte Bolide beeindruckt mich mit seiner massiven Erscheinung der reichen Flora und Fauna. Im Interview mit TV-Movie.de gab Entwickler Sean Murray an, dass ihn für den Look des Spiels frühe Sci-Fi-Cover inspiriert hätten: Im positiven Sinne merkt man diese „bunte“ und „überbordende“ Detailverliebtheit schon sehr früh im Spiel.

Ab in die Unendlichkeit

Die letzten Rohstoffe für mein Raumschiff sind gefunden. Ich steige in meinen Gleiter und hebe zum ersten Mal ab in den Weltraum. Der erste Augenblick, wenn mein Schiff die Planetenatmosphäre verlässt, sorgt für einen unglaublichen Gänsehautmoment: Dieses Gefühl etwas „Besonderes“ vollbracht zu haben und nun in einen neuen Teil des Abenteuers zu starten, ist genau das, was in mir den Reiz am Videospielen überhaupt weckt.

Die Zeit läuft ab und ich hab gefühlt fast gar nichts gesehen. Wie weit mich „No Man’s Sky“ nach fünf, zehn oder 100 Stunden noch bei der Sache halten kann, lässt sich kaum abschätzen. Doch im Kern steckt nicht nur ein cleveres Survival-Sandbox-Spiel, sondern tatsächlich das Versprechen nach Erkundung ohne Grenzen – und einem Ziel, das irgendwo im Zentrum des Universums liegen könnte.

Zumindest das wird mich auch die kommenden Tage und Wochen ans Gamepad treiben. Und wer weiß, vielleicht hat „No Man’s Sky“ bis dahin so eine klare Kontur angenommen, dass ich tatsächlich weiß, wie ich diesen unendlichen und magischen Spielkastens namens Weltraum „bespielen“ möchte.

"No Man's Sky" erscheint am 10.08.2016 für die PS4 und am 12.08. für den PC!

Für TV-Movie.de berichtet David Rams vom Hand's On mit "No Man's Sky"!

 
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