Kino

Neuer Film mit Michelle Rodriguez ist ein Aufreger

Eine Geschlechtsumwandlung wider Willen sorgt für Zündstoff ­­- Die Dreharbeiten zum neuen Film "Tomboy, a Revenge's Tale“ mit Michelle Rodriguez ("Fast & Furious") sind erst kürzlich in Vancouver gestartet, da muss Regisseur Walter Hill ("Shootout – Keine Gnade") bereits Kritik für das ungewöhnliche Filmkonzept einstecken.

Michelle Rodriguez

Die Organisation "Gay and Lesbian Alliance Against Defamation“ (GLAAD) zeigt sich im Interview mit "The Hollywood Reporter“ schockiert über den ungewöhnlichen Inhalt des Films, daran ändert auch nichts, dass die Hauptdarstellerin selbst bisexuell ist: Ein männlicher Auftragskiller (Michelle Rodriguez) wird unfreiwillig zur Frau umoperiert.

„Wir haben das Drehbuch nicht gelesen, aber es ist erschütternd, dass Filmemacher eine medizinische Prozedur, die das Leben von Transsexuellen rettet, zum sensationsheischenden Handlungskniff umfunktionieren“, sagt GLAAD-Vertreter Nick Adams im Interview. Geschichten wie diese hätten das Potential, das zunichte zu machen, was man mit viel Mühe erkämpft habe.

In dem Film von Regie-Größe Walter Hill wird Michelle Rodriguez, zunächst als Mann, von Gangstern hereingelegt und muss sich gegen ihren Willen einer Geschlechtsumwandlung durch die skrupellose Chirurgin, gespielt von "Alien"-Star Sigourney Weaver, unterziehen. Als neugewordene Frau sinnt Rodriguez auf Rache. Nach dem eher mäßigen Erfolg des Stallone-Films "Shootout - Keine Gnade“ will Regisseur Hill mit dem Action-Thriller an alte Erfolge wie „Last Man Standing“ anknüpfen.

GLAAD hat in den vergangenen Monaten wiederholt Hollywoodstudios auf kritische Filme hingewiesen: "Der Knastcoach“, "The Wolf Of Wall Street“ und "Ted 2“ beinhalteten homophobe Untertöne und Witze auf Kosten von Homosexuellen. Die Verantwortlichen hinter dem "Tomboy“-Thriller haben sich zu den neuesten Vorwürfen bislang nicht geäußert.



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