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Neue Joyn-Serie „MAPA“ | Max Mauff im Interview: "Auch über Trauriges darf man lachen"

MAPA“ heißt die neue sogenannte Sadcom von Joyn, die am Donnerstag ganz frisch an den Start geht. "TV Movie Online" sprach mit Hauptdarsteller Maximilian Mauff über die Serie, Corona und den eigentlichen Sinn des Lebens.

 Neue Joyn-Serie „MAPA“: Max Mauff im Interview
In "MAPA" muss sich Metin nun alleine um seine kleine Tochter kümmern. Wir trafen Max Mauff zum Interview. Joyn / J. Brinckman

Am 16.4.2020 startet das neue Joyn-Original „MAPA“. Die Serie umfasst dabei alle Facetten des Lebens: Nach dem plötzlichen Tod seiner Freundin Emma (Lia von Blarer) sieht sich Metin (Max Mauff) mit den Herausforderungen eines alleinerziehenden Elternteils konfrontiert. Aufräumen, Windeln wechseln, einen Kita-Platz finden. Nebenbei: Die Beerdigung organisieren. Metin ist fortan Vater und Mutter zugleich. Mit anderen Worten „MAPA“. Doch nachdem Emma gestorben ist, scheint ihn das Glück für immer verlassen zu haben. Der Drehbuchautor versinkt in Depressionen und will nichts mehr von Gott und der Welt wissen. Da hilft es auch nicht, dass an seinem 30. Geburtstag plötzlich seine Mutter und seine Freunde bei ihm in der Wohnung stehen, um mit ihm eine Überraschungsparty zu feiern.

„MAPA“ ist eine Sitcom – nur in traurig. Die Tragikomödie in Serienform, für die Joyn extra den neuen Genrebegriff „Sadcom“ erfand, schafft es, den Zuschauer mit realitätsnahen Erzählungen aufzuzeigen, was im Leben wirklich wichtig ist. "TV Movie Online" sprach mit Max Mauff alias Metin über „MAPA“ und darüber, wie sich das Leben in Zeiten von Corona verändert hat. 

 

"MAPA"-Interview mit Maximilian Mauff | #StayHome und #StayPositive

TVMovie.de: Hallo Max, was genau wollt ihr dem Zuschauer mit „MAPA“ vermitteln?

Max Mauff: "Wir wollten eine Serie machen, die grundsätzlich eine emotionale Bandbreite hat. Also eine Serie, bei der man lachen kann, aber die auch traurige Themen behandelt. Metin ist als alleinerziehender Vater den ständigen Herausforderungen des Alltags ausgeliefert. Wir wollten diese Herausforderungen in komödiantischer Form widerspiegeln. Und ich denke, das ist uns ganz gut gelungen."

Für die neue Serie habt ihr einen ganz neuen Genrebegriff entworfen. Aber genau darf man sich eigentlich unter einer 'Sadcom' vorstellen?

"In Amerika gibt es ja schon allerlei Sadcoms oder Dramedys. Ich denke, das ist ein Format mit großem Potenzial und ich finde, es ist auch langsam an der Zeit, dass die Deutschen verstehen, dass man über traurige Dinge ruhig auch mal lachen darf."

Nun sind im Moment ja viele Menschen wegen der aktuellen Coronakrise und der Quarantäne sowie dem „social distancing“ tatsächlich ohnehin schon ziemlich traurig. Glaubst du, dass „MAPA“ da als allabendliches Unterhaltungsprogramm das Richtige ist?

(Lacht) „Die Leute reden gerade viel über #StayHome. Aber ich finde, dass dabei ein entscheidender Teil vergessen wird. Dass man zwar zu Hause, aber auch positiv bleiben soll. Also #StayHome und #StayPositive. Aber ich glaube auch, dass unsere Welt nach Corona wirklich nie wieder die alte sein wird. Das heißt, wir brauchen Möglichkeiten, um diesen Verlust zu verarbeiten. Und in 'MAPA' geht es ja genau darum.“

Welche Zielgruppe hat „MAPA“ denn genau angepeilt?

"Die Serie ist auf jeden Fall etwas für Menschen, die eine romantische oder melancholische Ader haben. Für Leute, die nur im Moment leben und nicht an morgen denken, für die ist 'MAPA' wahrscheinlich eher weniger etwas. Da kommt es ganz auf den individuellen Charakter des Zuschauers an."

In der Serie spielst du einen alleinerziehenden Drehbuchautor. Sind Drehbuchautoren so einsame und isolierte Typen, dass ein anderer Beruf für die Rolle gar nicht infrage kam?

(Lacht) "Nein, ich glaube einfach, dass Drehbuchautoren in Filmen und Serien ein bisschen unterrepräsentiert sind und wir wollten die Gelegenheit nutzen, das zu ändern. Dass dieser nun traurig und isoliert ist, ist wohl eher den Umständen geschuldet."

In Episode 4 sucht sich Metin im Alt-Hippie Harry ein neues Vorbild. Wie wichtig ist es für dich, Vorbilder zu haben?

"Aah, das ist ganz wichtig! Vorbilder geben uns Orientierungshilfen und zeigen uns, zu was wir als Menschen in der Lage sind und, dass wir uns zu etwas Höheren und nicht nur Niedrigeren entwickeln können. Aber ich denke, es ist auch wichtig, Vorbilder irgendwann ein wenig zu überholen. Und da wird es interessant, wenn man irgendwann feststellt, dass die eigenen Vorbilder eigentlich gar keine mehr sind.“

Wer ist denn dein Vorbild?

"Das ist eine große Frage. Für 'MAPA' hat mich vor allem Adam Driver inspiriert, und an dem wollte ich mich dann ein bisschen orientieren. Wenn ich etwas mehr Adam Driver in mir hätte, würde ich diese Note gerne in 'MAPA' hinterlassen."

Die Serie handelt viel von Leben und Tod und dem eigentlichen Sinn des Lebens. Was ist für dich der Sinn des Lebens?

(Grübelt) "Hmm, ich denke, ein Teil ist es zumindest, dass man glaubt, dass man selbst die Welt verändern kann oder ihr zumindest etwas zurückzugeben kann. Auf jeden Fall sollte man immer positiv und neugierig bleiben. Auch, wenn das manchmal schwerfällt.

Danke für das nette Gespräch!

"MAPA" läuft ab Donnerstag, 16.4.2020, exklusiv bei Joyn! Hier könnt ihr euch die Serie auf "Joyn" kostenlos ansehen!

 
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