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Netz-Krise wegen Corona: Bald überhaupt kein HD mehr? Netflix & YouTube machen Anfang

Netflix & YouTube verzichten vorerst auf HD. Können Verbraucher bald auch alles andere nur noch in Standard-Auflösung streamen und schauen?

Nach Netflix und YouTube bald gar kein HD mehr wegen Corona
Netflix % Co könnten schon bald nur noch in SD-Quatlität übertragen werden. Foto Illustration von Peter Macdiarmid/Getty Images

Wegen der anhaltenden Ausnahme-Situation in Folge des Corona-Viruses arbeiten immer mehr Menschen von zu Hause, videotelefonieren oder nutzen Streaming-Dienste wie Amazon Prime Video oder Netflix. Für letztere könnte es nun erhebliche Einschränkungen geben. Die Netze sind in den letzten Tagen immer höheren Belastungen ausgesetzt. EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen Thierry Breton will das Problem auf besondere Art und Weise lösen.

 

EU-Kommissar trifft Netflix-Chef: Wird HD-Übertragung ganz verboten?

Um die Netze zu entlasten und damit das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen, will Breton vor allem die datenintensiven Video-Dienste wie Netflix, Amazon Prime und Disney+ ins Visier nehmen. Dazu traf Breton sich mit Netflix-Chef Reed Hastings und sprach über Wege, die Belastung zu senken. Ein Vorschlag war unter anderem, die Bildqualität automatisch von HD auf Standard-Auflösung zu mindern.

Netflix zog mit und reagierte mit einer ersten Drosslung um 25 Prozent. Auch YouTube beteiligte sich an dem Schritt und zeigt seine Inhalte vorerst nicht mehr in High Definition-Qualität. Alle Videos werden nun zunächst für einen Zeitraum von 30 Tagen nur noch in Standard- statt HD-Auflösung übertragen werden. Auch 4K-Inhalte wird es demnach nicht mehr geben.

Wird das auch im Fall anderer Anbieter auf die Verbraucher zukommen? Aus Angst vor einer Netzüberlastung könnte es gut sein, dass auch Sky, Amazon Prime Video und Co. bald nachziehen.

Grund zur Annahme, man könnte bald gänzlich den Home-Entertainment-Hahn zudrehen besteht allerdings nicht. Zumindest die Telekom und andere deutsche Internetanbieter sind bislang der Meinung, dass die Kapazitäten ausreichen.

Wir sind gespannt wie sich die Situation entwickelt. Immerhin wird beispielsweise davon ausgegangen, dass Videokonferenzen in den kommenden Tagen um 50 Prozent zunehmen werden.

 
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