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Netflix-Studie: Wann werden wir zu Serien-Junkies?

Wann werden wir süchtig? Das wollte der Streaming-Dienst Netflix ganz genau herausfinden und untersuchte, ab wann und warum wir einer Serie verfallen.

Wie und wann werden aus teilnahmslosen Zuschauern richtige Fans?  Um das zu beantworten hat Netflix seine Studie vom vergangenen Jahr noch einmal ausgeweitet und das Sehverhalten von weiteren Serien von Netflix-Mitgliedern aus 35 Ländern  analysiert. Gesucht wurde die Folge, die uns suchten lässt, das heißt diejenige, die dazu führt, dass mindestens 70 Prozent der Zuschauer die gesamte Staffel bis zum Ende sehen. 

Dabei kam heraus, dass Menschen auf der ganzen Welt ein fast identisches Verhalten an den Tag legen, wenn es um Unterhaltung geht: Egal, ob Argentinier, Japaner oder Deutsche – wir alle werden nicht nur bei ähnlichen Folgen angefixt, sondern identifizieren uns sogar mit ähnlichen Geschichten.

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Wann werden wir zu Serienjunkies? Das hat Netflix nun herausgefunden - mit verblüffenden Ergebnissen! Netflix

Die Angst vor dem Ungewissen 

Vier der Serien, die unter die Lupe genommen wurden, machten die Zuschauer schon nach Folge zwei zum Junkie: „Orphan Black“, „The Last Kingdom“, „The Get Down“ sowie Neuling „Stranger Things“. In letzterer war es vor allem die Angst vor dem Ungewissen (Stichwort: Wo sind Will, Barb und was zum Henker ist ein Demogorgon?!), die die Zuschauer ganz wuschig machte, fand der Streaming-Dienst heraus. Auch bei „Scream“ fixte diese Angst das Publikum an – allerdings erst in Folge drei.

Mit Geschichten um die Unterwelt der politischen Korruption knackten „Narcos“ und „Marseille“ die Zuschauer ab Folge drei, ebenso „Between“, „The Americans“, „Prison Break“ sowie „How to get Away with Murder“.

Crime-Serien wie „Making a Murderer“ und „Marvel’s Jessica Jones” brauchten vier Folgen, um die Zuschauer zu fesseln. Schlusslichter sind „Gilmore Girls“, „Gotham“ und „Jane the Virgin“ – erst ab der siebten Folge konnten sie im weltweiten Durchschnitt die Herzen der Zusehenden gewinnen.

Knackpunkt: Liebe und Familie

Klingt, als wären alle Momente, die uns zu Fans einer Serie machen, dunkel oder tödlich. So ist es aber nicht! Auch Liebe spielt eine große Rolle, um uns anzufixen: Nach Rorys erstem Kuss hatte „Gilmore Girls“ eine stetig wachsende Fanbase, die familiären Beziehungen gaben den Ausschlag bei „The Get Down“  und „The Ranch“. Ein Mix aus beiden Elementen funktionierte bei Fuller House, als Hund Cosmo den Tanner-Clan in Folge 4 komplettierte.

Und in Deutschland? Hierzulande gibt es sehr große Übereinstimmungen mit dem weltweiten Ergebnis, allerdings sind die deutschen Netflix-Mitglieder im Schnitt eine Folge eher süchtig als Zuschauer in vielen anderen Ländern, die im Durchschnitt erst in Folge 3 zu Fans werden.

Übrigens scheinen wir uns immer schneller in den Bann ziehen zu lassen: Im letzten Jahr brauchten die Deutschen noch vier Folgen, um von einer Serie restlos begeistert zu sein. Hier die Auflistung, ab wann wir in Deutschland welcher Serie verfallen:

Netflix Sucht
Im Durchschnitt werden die Deutschen eine Folge früher süchtig als der Rest der Welt. Netflix

Im Video seht ihr, welche Serien Netflix in petto hat, die sich echt lohnen:

 
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