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"Need for Speed: Payback" – "Fast & Furious"-Light auf PS4, PC und Xbox One

Need for Speed Payback
"Give me fuel, give me fire": In "Fast & Furious"-Manier will EA sein Rennspiel-Flagschiff "Need for Speed" aufpolieren. Doch gelingt das? Wir verraten es in unserem Kurztest! EA

Mit “Need for Speed: Payback” will EA seine legendäre Arcade-Raser-Reihe auf PS4, Xbox One und PC wieder in die Spur bringen. Ob das gelingt, verraten wir in unserem TVMovie.de-Kurztest.

Auf den Spuren von Vin Diesels "Fast & Furious"-Crew wandelt EAs neuester Ableger der legendären "Need for Speed"-Reihe. Kein Wunder: Schließlich erfreut sich die Filmreihe um Dominic Toretto & Co. auch nach acht Teilen noch ungebrochener Beliebtheit. Somit ist das große Kino-Vorbild auch immer ziemlich prominent, wenn in "Need for Speed: Payback" unsere Hauptfiguren Tyler, Jess und Mac zu spektakulären Renn-Missionen aufbrechen und ihre waghalsigen Manöver mit lässigen Sprüchen garnieren.

Need for Speed Payback
Die "Fast & Furious"-DNA hat NFS: Payback auch in solchen Szenen geerbt!          EA

Im Gegensatz zum vielfach für seine lieblose Singleplayer-Kampagne kritisierten „Star Wars: Battlefront II“ seid ihr in "Need for Speed: Payback" immerhin fast 20 Spielstunden beschäftigt, um einem fiesen Kartell das Handwerk zu legen und sich selbst in den Rennfahrer-Olymp zu katapultieren. Klar: Das Szenario spart zwar nicht an typischen Genre-Klischees und ziemlich eintönig gezeichneten Figuren, doch immerhin gefällt die filmreife Inszenierung und die teils tatsächlich motivierenden Story-Missionen.

 

Solides Gesamtpaket – "Forza Horizon" lässt grüßen

Immerhin nimmt sich "Need for Speed: Payback" selbst nicht ganz so ernst und lässt den Spieler in der Kampagne natürlich allerhand Straßenrennen, Drift-Vergleiche und Verfolgungsjagden absolvieren. Dank der tatsächlich gut gelungen Arcade-Steuerung schlüpft man immer wieder gerne in die PS-starken Boliden, um sich in unterschiedlichen Disziplinen zu messen und die Kampagne voranzutreiben.

Tatsächlich bleiben aber vor allem die abwechslungsreichen Story-Missionen im Gedächtnis: Bereits aus der Gamescom-Demo bekannt dürfte die Lastwagen-Verfolgungsjagd sein, in der wir tatsächlich in „Fast & Furious“-Manier einem ausgebüchsten LKW hinterherjagen um uns einen Fahrzeug-Prototypen zu krallen, den dieser im Frachtraum transportiert. Um zur nächsten Mission zu kommen, müsst ihr tatsächlich einmal quer durch die vermeintliche Pseudo-offene-Spielewelt, die euch natürlich mit Zufallsevents ködern möchte. Was beim Konkurrenten "Forza Horizon 3" allerdings hervorragend funktioniert, erweist sich bei "NFS: Payback" als eher nervig und kann wegen der sterilen und kargen Spielewelt nur selten begeistern.

 

Nerviger Grind – solide Präsentation

Um in der Story voranzukommen, müsst ihr bei den einzelnen Events immer als Erster über die Ziellinie kommen: Selbst mit den besten Fahrkünsten ist man hier früher oder später mit seinem Latein bzw. seinem Bleifuß am Ende. Hier hilft der Tuning Shop aus, in dem man die passenden Bauteile für virtuelle Credits erstehen kann, um seinen Flitzer konkurrenzfähig zu machen. Tatsächlich gehört der Grind recht schnell zum Standardablauf der Kampagne – gegen die überstarke Konkurrenz hat man sonst schnell keine Chance mehr.

Need for Speed Payback
Trotz nerviger Bugs macht "NFS: Payback" visuell eine gute Figur          EA

Grundsätzlich sieht das Geschehen sowohl auf den von uns getesteten PS4- als auch auf PC-Fassungen sehr schick aus: Eine stabile Framerate, detaillierte Fahrzeuge, hohe Sichtweite und einige nette Effekte sowie die schick inszenierten Script-Sequenzen überzeugen. Seltsame Textur-Fehler sowie die karge und etwas trostlose Spielewelt sind hingegen ärgerlich und trüben den Spielspaß immer wieder ein wenig.

 

Fazit

Die von „Fast & Furious“-inspirierte Frischzellenkur hat der "Need for Speed"-Franchise definitiv gut getan. Das Handling des Arcade-Racers ist überraschend gut, die umfangreiche Kampagne überzeugt vor allem dank der rasanten und motivierenden Story-Missionen. Doch trotz dem insgesamt soliden Eindruck trüben einige Versäumnisse den Spielspaß: Die Grind-Orgien, um mit der CPU-Konkurrenz mithalten zu können, nerven auf Dauer genauso wie die grafischen Textur-Bugs und die karge Spielewelt. Als einigermaßen kurzweiligen PS-Spaß kann man "Need for Speed: Payback" allerdings durchaus empfehlen – und zumindest in dieser Hinsicht hat es mit dem großen Kino-Vorbild viel gemein.

"Need for Speed: Payback" ist seit dem 10. November 2017 auf PS4, PC und Xbone One erhältlich!



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