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Nach Westin-Vorfall: Zeugen entkräften Gil Ofarims Aussagen

Der Musiker und ehemalige „Let's Dance“-Sieger Gil Ofarim wurde laut eigener Aussage auf Grund eines Judensterns in einem Leipziger Hotel diskriminiert. Ein Gutachten stellt den Vorfall allerdings in ein neues Licht

Gil Ofarim
Der Sänger und "Let's Dance"-Sieger Gil Ofarim wurde in einem Leipziger Hotel angeblich antisemitisch diskriminiert. Foto: Imago Images

Update vom 28.10 um 15.09 Uhr

Wie der Focus berichtet, scheint sich im Fall Ofarim einiges zu tun. So halten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft immer noch weiter an, ein Bericht liegt noch nicht vor. Das Hotel hatte allerdings ebenfalls selbst Ermittlungen in Auftrag gegeben - und laut der Rechtsanwaltskanzlei haben mindestens drei Gäste und zwei Hotelmitarbeiter*Innen den Streit anders wahrgenommen.

Nach ihnen ging die Dikussion zwischen dem Musiker und dem Hotelmitarbeiter darum, dass Ofarim der Meinung war, andere Gäste würden bevorzugt behandelt werden. Allerdings soll auch überhört worden sein, dass Ofarim dem Angestellten mit einem Video drohte, welches sicherlich viral gehen wird.

In einem Schreiben, welches dem "Stern" vorliegt, lies Ofarim durch seinen Anwalt verlauten: ""Nach meiner Auffassung sollten die Ermittlungen auch weiterhin der verantwortlichen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei vorbehalten bleiben, die sehr engagierte Arbeit leisten", sowie weiter: "Ein vom Hotel bezahlter Untersuchungsbericht wird genauso wie zuvor an die Medien gespielte unvollständige Videosequenzen kein Beitrag zur Wahrheitsfindung sein." Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft könnten noch bis zu drei Wochen andauern.

Update vom 18.10 um 10.32 Uhr

Inzwischen soll es größere Zweifel am Wahrheitsgehalt von Ofarims Aussagen geben. Wie die "Bild am Sonntag" nämlich berichtet, soll die Polizei Leipzig "ernst zu nehmende Zweifel" an seiner Schilderung der Ereignisse haben. Auf Aufnahmen der Überwachungskameras sieht es anscheinend so aus, als ob der Sänger die Kette, welche den Vorfall angeblich losgetreten hat, nicht getragen hat. Laut des Berichtes soll Ofarim bei der Polizei-Aussage nicht genau gewusst haben, ob er die kette an dem Abend trug oder nicht.

Update vom 07.10 um 14.06 Uhr

Inzwischen wurde Anzeige erstattet - allerdings gegen Gil Ofarim. Einer der beschuldigten Hotel-Mitarbeiter möchte wegen Verleumdung klagen. Laut Polizei-Sprecher Olaf Hoppe seien die Aussagen des Mitarbeiters „deutlich abweichend von den Auslassungen des Musikers“. Doch dabei blieb es nicht.

Die gleiche Person stellte eine Anzeige wegen Bedrohung auf, da sie auf Social Media stark angefeindet wurde. Des weiteren ging Online durch einen unbeteiligten Dritten eine Anzeige wegen Volksverhetzung ein. Inzwischen wurden die Erimttlungen aufgenommen.

Original-Meldung:

In einem Instagram-Video versucht Gil Ofarim (39) seine Fassungslosigkeit in Worte zu fassen. Für eine Sendung des MDR war der Musiker nach Leipzip gereist, wollte in einem Hotel der Westin-Kette übernachten. Laut eigener Aussage wurde aus der Schlange allerdings stets andere Gäste vor ihm an den Schalter gebeten.

Als er dann nach einer Viertelstunde dran kam, wurde ihm gesagt, er dürfe erst einchecken, wenn er den Stern einpackt – damit war die Davidstern-Kette gemeint, die Ofarim um den Hals trug. Ein klarer Fall von antisemitischer Diskriminierung, sollte es sich tatsächlich so zugetragen haben:

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Inzwischen hat sich Westin zu dem Vorfall gemeldet. Gegenüber mehreren Medien wurde gesagt, man versuche Ofarim zu erreichen und dass ihr Ziel sei, alle Gäste und Mitarbeiter „zu integrieren, zu respektieren und zu unterstützen“. Laut der „Leipziger Volkszeitung“ sei der entsprechende Mitarbeiter inzwischen beurlaubt worden.

Nach dem Vorfall versammelten sich gestern Abend vor dem Hotel eine Menge Menschen für einen friedlichen Protest. Anwesend waren auch Mitarbeiter*Innen des Hotels.

 


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