Fernsehen

Nach Raab-Rückzug kündigt Brainpool 80 Mitarbeitern

Der Rückzug Stefan Raabs aus dem TV-Geschäft hat ein Nachspiel – für die Mitarbeiter der Kölner Produktionsfirma Brainpool. Wie das Medienportal DWDL berichtet, hätten die Brainpool-Geschäftsführer Jörg Grabosch und Andreas Scheuermann ihre Mitarbeiter am Dienstag darüber informiert, dass auf den Rückzug Raabs betriebsbedingte Kündigungen folgen werden.

Stefan Raabs Abgang hat ein Nachspiel. Foto: Getty Images

„Es wurden heute 80 betriebsbedingte Kündigungen zum Jahresende ausgesprochen - bedingt durch den Wegfall der Stefan-Raab-Produktionen in 2016", bestätigt Brainpool-Pressesprecherin Katja Plüm DWDL noch am selben Abend. Neben direkten Brainpool-Beschäftigten seien auch Freie und Dienstleister betroffen, die den verschiedenen Raab-Formaten zuarbeiten.

Eine Mitarbeiterin zu BILD: "Die Arbeit hier war wie in einer Truppe von Freunden und plötzlich kriegst du sowas von in die Fresse. Stefan lässt uns hängen." Wie das Blatt berichtet, hätten mehrere Kollegen nach der Verkündung geweint. Dass Raab selbst nicht anwesend war, habe für Wut gesorgt.

Unklarheit über Raabs Erbe

Unklar ist noch, welche Fernsehformate auch ohne Stefan Raab über das Jahr 2015 hinaus weiter laufen könnten. Für alle, die an Formaten wie „TV Total“ mitarbeiten, sieht die Zukunft derzeit zumindest nicht rosig aus.

Vergangene Woche sorgte der Rücktritt Stefan Raabs bundesweit für Aufsehen. Nach rund 20 Jahren im Geschäft zählt der ehemalige Metzger, der seine TV-Karriere als Moderator beim Musiksender VIVA startete, zu den einflussreichsten Fernsehmachern in Deutschland. Er habe seine Entscheidung, so Raab, mit Bedacht und aus Überzeugung getroffen, obwohl ihm ProSieben eine mehrjährige Verlängerung seines Vertrags angeboten habe.

Zuletzt soll Raab etwa 35 Millionen Euro pro Jahr verdient haben. Sendungen wie „TV Total“ oder „Schlag den Raab“ werden 2015 noch wie geplant weiter laufen.



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