Fernsehen

Nach Götz Georges Tod: So reagieren seine Kollegen

Als „Schimanski“ wurde er legendär: Der Schauspieler Götz George ist überraschend gestorben. Er wurde 77 Jahre alt. Fans wie Weggefährten sind erschüttert!

Götz George hat sich eine Verabschiedung im engsten Kreis gewünscht“, erklärte seine Agentin am Sonntagabend in Berlin. Der Darsteller war bereits am 19. Juni nach kurzer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre seiner Angehörigen solle von weiteren Nachfragen abgesehen werden.

Der Schauspieler wurde in Hamburg im kleinen Kreis beigesetzt. Im Juli wäre Götz George 78 Jahre alt geworden. 

Nach Götz Georges Tod: So reagieren seine Kollegen
Götz George zählte zu den profiliertesten Charakterdarstellern Deutschlands.

"Scheiße, tut das weh"

Für Fans und Wegbegleiter kam die schreckliche Nachricht völlig überraschend. In den sozialen Netzwerken drücken sie ihre Trauer aus und verabschiedeten sich von dem großartigen Schauspieler. „Scheiße, tut das weh“, schrieb Veronica Ferres bei Twitter. Auch Jan Josef Liefers erinnert sich an die gemeinsame Zeit mit der Ikone und drückt seine Erschütterung bei Facebook aus.

WDR-Intendant Tom Buhrow äußerte sich im Namen des Senders ebenfalls über den plötzlichen Tod des TV-Stars. „Götz George war ein Gigant des deutschen Films. Einer, der in ganz unterschiedlichen Genres zu Hause war und sich dabei nie mit der zweitbesten Möglichkeit, eine Rolle zu spielen, zufrieden gab.“ Stets sei er an seine Grenzen gegangen, habe das Publikum immer bewegt. Und so bliebe es auch immer, so sehr der Schauspieler und Mensch Götz George auch fehle.

Bestürzung bei den Politikern

Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Heiko Maas bekundeten ihre Trauer im Internet. „Adieu, Schimmi. Mit Götz George verliert unser Land einen unserer großen Charakterdarsteller“, schrieb der Justizminister.

Götz George galt als einer der größten deutschen Schauspieler, der sich vor allem durch seine Darstellung anspruchsvoller und vielseitiger Charaktere auszeichnete. „Er hat mit seiner direkten, kantigen Art und seinem trockenem Humor in unzähligen Rollen Maßstäbe gesetzt. Sein Tod ist ein unersetzlicher Verlust für die Fernseh- und Kinokunst im ganzen deutschsprachigem Raum“, so Kulturstaatsministerin Monika Gütters.

Ein Mann, viele Facetten

Millionen Menschen ist Götz George vor allem als „Tatort“-Kommissar Horst Schimanski in Erinnerung. 32 Jahre lang stand er als patziger Polizist mit Schnauzer vor der Kamera. 1995 war er in einer seiner berühmtesten Kinorollen zu sehen – als homosexueller Massenmörder Fritz Haarmann in „Der Totmacher“.

 Allerdings hatte er auch seine komischen Seiten: Der gebürtige Berliner bewies in „Schtonk!“ und „Rossini“ sein komödiantisches Talent. 2007 wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Wenige Jahre später machte er sich an eine Rolle, die ihm auch persönlich einiges abverlangte: Götz George verkörperte in "George" seinen eigenen Vater Heinrich, der in der Nazi-Zeit wegen seiner Schauspielerei umstritten war.

Vor zwei Jahren hatte Götz George seinen Rückzug aus dem Schauspielgeschäft nach 65 Arbeitsjahren erklärt. 2015 drehte er ein letztes Mal, er spielte einen Bergbau-Baron in „Böse Wetter“. Wann wir ihn in dem Film noch einmal über die Mattscheibe flimmern sehen, ist noch nicht bekannt.

In diesem Jahr mussten wir uns schon von vielen bekannten Gesichtern verabschieden, wie ihr im Video seht.

 

 



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