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Nach der Tragödie: Film über Germanwings-Absturz geplant

Vor nur drei Monaten erschütterte die Germanwings-Katastrophe ganz Europa - jetzt ist unter dem Arbeitstitel "Blackbox Mensch" bereits das Drehbuch für einen Fernsehfilm in Planung, der den Absturz aufarbeiten soll.

Benedikt Röskau, der bereits am Drehbuch zu "Die Auserwählten" (Szenenfoto) mitschrieb, plant jetzt auch das Skript zum Germanwings-Film.
Benedikt Röskau, der bereits am Drehbuch zu "Die Auserwählten" (Szenenfoto) mitschrieb, arbeitet jetzt auch am Skript zum Germanwings-Film.

Nicht nur die Tatsache, dass bei dem Absturz in den südfranzösischen Alpen am 24. März insgesamt 150 Menschen starben, schockiert bis heute. Vor allem seit bekannt wurde, dass der Co-Pilot die Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf absichtlich abstürzen ließ, ist die Tragik dieses Ereignisses nur schwer zu fassen. Dass jetzt schon an einem Fernsehfilm darüber gearbeitet wird, erscheint deshalb etwas makaber. Doch: In den richtigen Händen könnte daraus ein hochwertiges, emotionales Drama werden.

Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, hat sich jetzt Drehbuchautor Benedikt Röskau dem Stoff angenommen. Er kennt sich bereits gut damit aus, ein sensibles Thema mit Respekt anzufassen, denn: Er machte sich einen Namen mit seinem einfühlsamen Drehbuch zum WDR-Zweiteiler "Contergan" und schrieb am Skript zu Christoph Röhls Fernsehfilm "Die Auserwählten" mit, der vom Missbrauchsskandal an der hessischen Odenwaldschule handelt. Beides hochgelobte Dramen - beste Voraussetzungen also?

 

Psychische Studie statt Voyeurismus

Im Interview mit der Volkszeitung versprach Röskau, keinen "aufreißerischen, vordergründig aufmerksamkeitsheischenden Film" zu planen - deshalb wolle er auch auf Szenen im Flugzeug komplett verzichten. Viel interessanter sei für ihn die persönliche Tragödie und die Tatsache, dass wir Menschen nicht alles kontrollieren könnten: "Wir kennen jeden Quadratzentimeter unseres Planeten, aber die menschliche Psyche ist nach wie vor ein unbekannter Kontinent."

Röskaus Drehbuch soll auf verschiedenen Zeitebenen spielen - und von einem Ausbilder des Piloten erzählen, der der Frage nachgeht, ob der erweiterte Suizid hätte verhindert werden können. Dabei gehe es allerdings nicht um konkete Antworten, sondern es sei eine "vergebliche Suche nach einer Erklärung für das Unerklärliche". Klingt sehr komplex und ambitioniert!



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