Fernsehen

Mundlos-Foto zufällig in "Tatort"-Folge entdeckt

In der "Tatort"-Folge "Bestien" sucht Armin Rohde als Kulle Hain den Mörder seiner Tochter. Kommissar Ballauf (Klaus Behrendt) kam mit seinen Ermittlungen nicht weiter.
In der "Tatort"-Folge "Bestien" sucht Armin Rohde als Kulle Hain den Mörder seiner Tochter. Kommissar Ballauf (Klaus Behrendt) kam mit seinen Ermittlungen nicht weiter.

Es ist ein kurioser Fund: Als die "Tatort"-Produzentin alte Folgen der Krimi-Serie durchschaut, entdeckt sie das Fahndungsfoto vom rechtsextremen Terroristen Uwe Mundlos. Wie kam das in die "Tatort"-Sendung?

"Bestien" heißt die "Tatort"-Folge, die am 25. November 2001 im ARD lief. Darin geht es um einen Sexualstraftäter, der die Tochter von Kulle Hain (Armin Rohde) ermordet haben soll. Kommissar Ballauf (Klaus Behrendt) ermittelt. Einen Verdächtigen hat er auch. Die Akte des Mannes ist allerdings mit einem echten Verbrecher der anderen Art geschmückt: Ein Bild des Neonazis Uwe Mundlos fungiert als Foto des Verdächtigen.

"Tatort"-Produzentin Sonja Goslicki sucht nun nach Antworten. In einem Interview erklärte sie, dass damals eine Praktikantin die Fantasie-Akten als Requisite zusammengestellt hat - und in diesem Fall aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen das Fahndungsfoto von dem rechtsextremen Uwe Mundlos verwendet hat. Goslicki sagt: "Die junge Mitarbeiterin ist wohl davon ausgegangen, dass es sich um ein Foto eines Mitarbeiters gehandelt hat." Denn das ist das übliche Prozedere: Für die fiktiven BKA-Akten in "Tatort" werden normalerweise nur Bilder von Mitabreitern verwendet. Wie die Praktikantin an das Foto von Mundlos kam, ist nicht mehr bekannt.

Nach dem Neonazi Uwe Mundlos wurde zu der Zeit wegen der Planung Sprengstoffanschlags - zusammen mit seinen mutmaßlichen Mittätern Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe - gefahndet worden. Bis November 2001 hatte das Terroristen-Trio bereits - wie man erst seit Kurzem weiß - vier türkischstämmige Männer erschossen. Das Fahndungsfoto von Mundlos war damals auf der BKA-Webseite und in der "Ostthüringer Zeitung" veröffentlicht worden. Darüber hinaus sind keine Quellen bekannt.



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