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Mordfall „Peggy Knobloch“: RTL zeigt Interview mit Frau des Tatverdächtigen

Der Mordfall „Peggy“ wirft weiterhin Fragen auf - Jetzt spricht die Ehefrau des Tatverdächtigen im Exklusiv-Interview auf RTL.

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RTL befasst sich am morgigen Dienstag, 7. Mai, mit dem Mordfall "Peggy". Logo: RTL

Nur wenige ungeklärte Mordfälle haben Deutschland derartig bewegt: Seit 18 Jahren suchen Ermittler den Mörder der kleinen Peggy Knobloch. Das damals 9-jährige Mädchen aus dem oberfränkischen Lichtenberg verschwand am 7. Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule.

Erst 15 Jahre später findet ein Pilzsammler ihre sterblichen Überreste in einem Waldstück in Thüringen. Aktuell gilt der 41jährige Manuel S. aus Marktleuthen, Landkreis Wunsiedel (Bayern), als Hauptverdächtiger. Bereits 2001 geriet der zweifache Familienvater erstmals in den Fokus der Ermittler. Damals konnte ihm das Verbrechen nicht nachgewiesen werden. Nach wie vor gibt es jedoch zahlreiche Indizien, die ihn mit dem Fall Peggy Knobloch in Verbindung bringen. Erstmalig äußerte sich jetzt in einem RTL-Exklusivinterview seine Ehefrau Simone S. zu dem Tatverdacht gegen ihren Mann, über die Ermittlungsmethoden der Polizei sowie zu der privaten Situation der Familie.

 

Mordfall Peggy: Simone S. glaubt an Unschuld

Simone S. (34) geht weiterhin fest von der Unschuld ihres Mannes aus, obwohl Manuel S. im Rahmen der Vernehmung schließlich zugibt, den leblosen Körper von Peggy Knobloch zu dem Waldstück in Thüringen gebracht zu haben. Wenig später widerruft er jedoch sein Teilgeständnis aus September 2018. Für seine Ehefrau Simone S. erklärt sich dies, wie folgt: "Es gibt keine Widersprüche in den Aussagen meines Mannes. Mein Mann hat der Polizei nur diese Geschichte erzählt, die sie hören wollten, weil er sich unter Druck gesetzt gefühlt hat."

Die gelernte Arzthelferin, die seit 2011 mit Manuel S. verheiratet ist, und zwei gemeinsame Söhne mit ihm hat (5 u. 7 J.), betont, dass sie längst das Vertrauen in die Polizei verloren habe: "Die Polizei ist vom ersten Moment an, ganz gezielt vorgegangen. Diese ganze Aktion gegen meinen Mann, die war vom ersten Moment absolut öffentlichkeitswirksam angelegt und die Öffentlichkeit wurde ja regelrecht instrumentalisiert, um wirklich maximalen Druck auf meinen Mann auszuüben." Ihrer Einschätzung nach, habe die Polizei auch den Selbstmordversuch ihres Mannes dabei billigend in Kauf genommen: "Aber mit so einer Brutalität, wie das in die Öffentlichkeit getragen wurde, das verstehe ich überhaupt nicht. Deswegen bin ich davon überzeugt und stehe zu meiner Theorie, dass sie meinen Mann eigentlich nur in den Selbstmord treiben wollen.“

Nach dem Fund der sterblichen Überreste von Peggy Knobloch 2016 und langwierigen Ermittlungen und Untersuchungen der Leichenreste, durchsucht die Polizei im September 2018 mehrere Objekte in Marktleuthen und in Lichtenberg. Dabei wird auch Manuel S. vernommen. Die Ermittler sind überzeugt, dass Pollenanhaftungen an der Leiche und Farbreste am Fundort der Knochen, dem 41jährigen zuzuordnen sind.

Für Simone S. gibt es dagegen eine plausible Erklärung, warum ihr Mann dennoch unschuldig ist: "Er kann diesem immensen Druck in diesem Verfahren nur standhalten, weil er weiß, dass er in seinem Leben nichts verbrochen hat. Sonst wäre er schon längst zusammengebrochen." Sie stehe weiterhin fest an der Seite ihres Mannes: "Also die aktuelle Situation in der wir uns befinden, die ist absolut bedrückend und zermürbend. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und ich kämpfe für meinen Mann und für meine Familie."

 

"Vertrauen in die Polizei noch nicht verloren"

Ramona Hoyer, Anwältin von Susanne Knobloch, der Mutter von Peggy, zeigt sich dagegen zuversichtlich, was die Arbeit der Ermittler angeht: "Also wir haben das Vertrauen in die Polizei noch nicht verloren. Warum sollten wir auch? Im Moment tut die Polizei alles Mögliche inklusive Staatsanwaltschaft, um herauszufinden, was damals passiert ist. Wenn man sich überlegt, dass das Verfahren jetzt mehr als 18 Jahre läuft, sind wir für jeden Schritt dankbar, der unternommen wird, um herauszufinden, was damals passiert ist."

Für die Mutter, der ermordeten Peggy Knobloch bleibt derzeit nur die Hoffnung, dass der Fall nach jahrelanger Ungewissheit doch noch zu einem Abschluss kommt. (pm: RTL.de/infoNetwork)

Das gesamte Interview sowie weitere Hintergrundinformationen zum dem Fall sehen Sie am Dienstag, 7.5., ab 6:00 Uhr, in den RTL-Magazinformaten. Die Magazin-Sendungen sind anschließend über TVNOW abrufbar.



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