Mit 68 Jahren: Rapper Afrika Bambaataa ist tot
Die Musikwelt trauert um einen ihrer einflussreichsten Wegbereiter: Afrika Bambaataa ist im Alter von 68 Jahren gestorben.

Afrika Bambaataa: Der US-amerikanische DJ und Rapper prägte die Entstehung des Hip-Hop maßgeblich – und hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über die Musik hinausgeht.Laut Berichten aus seinem Umfeld starb der Künstler an den Folgen einer Krebserkrankung. Die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich schnell und löste insbesondere in der internationalen Hip-Hop-Community große Bestürzung aus.
Von der Bronx in die Welt: Ein Pionier des Hip-Hop
Geboren als Lance Taylor in New York, wuchs Afrika Bambaataa in der Bronx auf – jenem Stadtteil, der als Geburtsort des Hip-Hop gilt. Bereits in den 1970er-Jahren wurde er zu einer zentralen Figur der Szene und trug entscheidend dazu bei, dass sich die neue Kulturform etablieren konnte.
Besonders prägend war sein Engagement abseits der Musik: Mit der Gründung der Universal Zulu Nation setzte er sich dafür ein, junge Menschen von Gewalt abzubringen und stattdessen Werte wie Zusammenhalt, Respekt und Kreativität in den Mittelpunkt zu stellen.
„Planet Rock“ und ein musikalisches Vermächtnis
Seinen größten Erfolg feierte Afrika Bambaataa Anfang der 1980er-Jahre mit dem Song „Planet Rock“. Der Track gilt bis heute als stilprägend und beeinflusste sowohl Hip-Hop als auch elektronische Musik nachhaltig.
Auch Jahrzehnte später wird sein Beitrag zur Musikgeschichte anerkannt. Viele Künstler und Organisationen würdigen ihn als einen der wichtigsten Architekten der globalen Hip-Hop-Kultur.
Kontroversen überschatten die letzten Jahre
In den vergangenen Jahren rückte Afrika Bambaataa jedoch auch aus anderen Gründen in den Fokus der Öffentlichkeit. Mehrere Männer erhoben Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs, die sich auf frühere Jahrzehnte beziehen sollen.
Der Musiker selbst wies diese Anschuldigungen stets zurück. Gleichzeitig entschuldigte sich die von ihm gegründete Universal Zulu Nation öffentlich bei möglichen Betroffenen und räumte ein, dass innerhalb der Organisation von Vorfällen gewusst worden sein könnte. Eine strafrechtliche Verurteilung gab es nicht.






