Menowin Fröhlich: Karriere-Albtraum nach DSDS-Sieg! Er erhebt Vorwürfe gegen Plattenfirma
Der Sieg bei DSDS brachte Menowin Fröhlich zwar Geld, aber keinen Erfolg ein. Schuld soll die Plattenfirma gewesen sein.

Menowin Fröhlich hat gewonnen! Und dann? Nach seinem DSDS-Triumph im Mai sollte eigentlich alles anders werden. Der 39-Jährige träumte von einer großen Musikkarriere, von Hits, von Bühnen, von einem Leben als Schlagerstar. Stattdessen herrschte Funkstille.
Monate sind vergangen. Außer dem Siegersong „Mercy On Me“, den er mit dem Berliner Label „Embassy of Music“ veröffentlichte, ist nichts passiert. Das Lied floppte, schaffte nicht mal die Top 100. Und danach? Leere.
Menowin zieht Bilanz
„Ganz ehrlich: Ich hätte mir nach meinem DSDS-Sieg wesentlich mehr vorgestellt“, sagt Menowin jetzt. Der Sänger fühlte sich bereit. Er habe eigene Outfits entworfen, Songideen eingebracht, selbst Texte geschrieben. „Was mir gefehlt hat, war die Umsetzung.“
An Sound, Optik und Bühnensprache habe er gearbeitet. Ein Album sollte her, eine Karriere als Schlagerstar sollte starten. „Und genau deshalb war es für mich irgendwann schwer nachvollziehbar, warum daraus so wenig geworden ist.“ Fakt ist: Nach dem Sieg gab es „keinen einzigen musikalischen Auftritt“.
„Kein professionelles Umfeld“
Menowin macht das Label für die Flaute verantwortlich. Ihm habe das „professionelle Umfeld“ gefehlt, das aus seinen Ideen etwas macht. „Am Ende hat es teilweise nicht einmal dafür gereicht, eine vernünftige Management-Struktur um mich herum aufzubauen.“
Ob das vielleicht auch an ihm lag? Da wird er deutlich: „Ich lasse mir nicht erzählen, dass ich einfach dagestanden und nichts gemacht hätte.“
Die Konsequenz: Menowin und „Embassy of Music“ haben einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Man geht getrennte Wege.
Ein Mitarbeiter des Labels bestätigte die einvernehmliche Trennung, wollte sich aber nicht konkret zum Thema äußern.
Eine neue Hoffnung
Menowin blickt nach vorne. „Ich bin jetzt wieder frei, meinen Weg so zu gehen, wie ich ihn für richtig halte.“ Wie es finanziell aussieht, ob die 100.000 Euro Siegprämie noch reichen, verrät er nicht.
Stattdessen gibt’s konkrete Pläne: Im Dezember spielt er 20 Shows im Erfurter Weihnachtszirkus. Und dann kommt noch was Besonderes: Ein Song mit seinem Großcousin Sido. Zwischen den beiden herrschte lange Funkstille, jetzt ist die wieder gekittet.
„Dass wir unsere Verbindung und unsere jeweiligen Wege miteinander in Einklang bringen konnten, bedeutet mir sehr viel.“ Auf Sidos neuem Album, das am 27. November rauskommt, wird Menowin zu hören sein.
„Für mich steht im ersten Moment nicht der Song oder das Album im Vordergrund, sondern das Familiäre, das Vertrauen und die gemeinsame Zeit. Gerade nach allem, was in meinem Leben passiert ist, bin ich dafür besonders dankbar.“
Anschließend will er Schlager mit Gospel-Elementen produzieren. Der Rückschlag mit dem Label hat ihn nicht gebrochen. „Ich weiß, dass ich einer der Besten in Deutschland bin.“


