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"Memorial Hospital" auf Apple TV+: Warum die tragische Mini-Serie aktueller ist denn je!

Die brandneue Apple TV+ Serie "Memorial Hospital" stellt die tragischen Ereignisse im Memorial-Krankenhaus nach Hurrikan Katrina in New Orleans in den Mittelpunkt. Warum 17 Jahre nach der Tragödie Besserung nicht unbedingt in Sicht ist, haben wir mit Darsteller*innen und Verantwortlichen gesprochen.

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Memorial Hospital mit Vera Farmiga
Vera Farmiga übernimmt eine der zentralen Rollen in "Memorial Hospital" Foto: Apple TV+

Es waren Momente, die eigentlich lange nachhallen und Dinge grundsätzlich verändern hätten sollen, die sich im Memorial Hospital am Rande der Flutkatastrophe nach Hurricane Katrina zugetragen haben. Doch spätestens die Covid-19-Pandemie hat uns vor Augen geführt, dass sich im amerikanischen Gesundheitswesen kaum etwas verändert hat, wie uns eine sichtlich emotionale Vera Farmiga im Interview zur brandneuen Apple TV+ Serie "Memorial Hospital - Die Tage nach Hurrikan Katrina" berichtet.

Basierend auf der Vorlage von Pullizer-Preis-Gewinnerin Sheri Fink, die zahlreiche Beteiligte der "Memorial"-Hospital-Katastrophe interviewt hat, erzählt die Serie von den fünf schicksalhaften Tagen im Krankenhaus während und nach dem Hurricane. Insgesamt 2.000 Betroffene befanden sich in diesem Zeitraum vor Ort und erlebten eine humanitäre Katastrophe, deren Ausmaß erst deutlich später sichtbar wurde: Weil der Notfallgenerator des Spitals von der Flut betroffen war, die 80% des Stadtgebiets von New Orleans erfasste, mussten die Verantwortlichen und Ärzte moralische und ethische Entscheidungen um Leben und Tod treffen. Insgesamt 45 Tote wurden im Krankenhaus gefunden. Die Mini-Serie geht nicht nur der Frage nach, wie es dazu kommen konnte, sondern auch welche Auswirkungen die Flutkatastrophe für die betroffenen Patient*innen sowie das Krankenhauspersonal hatte.

 

Memorial Hospital: Vera Farmiga und Cherry Jones über unmögliche Entscheidungen und die Angst vor der Zukunft

Memorial Hospital Cherry Jones
Bildunterschrift eingeben Foto: Apple TV+

Für Schauspielerin Vera Farmiga war die Serie auch dahingehend frustrierend, weil sie einen nochmals vor Augen führt, dass sich im Grunde kaum etwas seit der furchtbaren Tragödie im „Memorial Hospital“ verändert hat: "Diese Geschichte ist zwar 17 Jahre alt, aber sie hatte genauso gut in einem Krankenhaus vor drei Jahren in New York stattgefunden haben können. Durch das ganze Chaos, das sich während der ersten großen Welle der Covid-19-Pandemie ereignet hat, konnte man viele Parallelen erkennen: Krankenhausmitarbeiter*innen, die völlig überarbeitet, übermüdet und psychisch am absoluten Belastungslimit arbeiten mussten. Sie hatten nicht genug Beatmungsgeräte und mussten Entscheidungen treffen, wer ein Krankenhausbett bekommt und wer nicht. Wir haben mit der Serie also einen Blick in die Vergangenheit geworfen, nur um festzustellen, dass die Gegenwart eigentlich genauso aussieht!"

Eine, die mitten im Fokus des damaligen Geschehens stand, war Susan Mulderick, die von Darstellerin Cherry Jones verkörpert wird. Sie war als Vorsitzende des Emergency Disaster Comittees für alle wichtigen strategischen Entscheidungen und die Evakuierung verantwortlich, für die es in diesem speziellen Fall aber keine behördlichen Vorgaben gab. Dass quasi alle (überlebens)wichtigen Entscheidungen auf den Schultern einer einzigen Person gelastet haben, hat auch Darstellerin Cherry Jones zutiefst bewegt: "Als Schauspielerin werde ich natürlich dafür bezahlt mir vorzustellen, was meine Figur möglicherweise durch den Kopf geschossen sein könnte: Aber alleine die Tatsache, dass Susan für so ziemlich jede wichtige Entscheidung geradestehen musste, ist eigentlich unvorstellbar. Es gibt diese Szene, als die anderen fünf Entscheidungsträger letztendlich auf Susan zeigen, um eine Entscheidung zu treffen. Sie waschen sich ihre Hände damit rein, weil sie alleine mit den Konsequenzen leben muss. Ich habe wirklich den allergrößten Respekt vor ihr."

Für Schauspielerin Vera Farmiga leben wir aktuell in äußerst unsicheren Zeiten. Doch trotzdem macht ihr die Serie bzw. die Handlung der einzelnen Personen ein wenig Hoffnung für die Zukunft: "Ich bin Mutter von zwei Kindern. Ich mache mir um alles Sorgen. Ich mache mir Sorgen darüber, was sie essen und ob sie in der Schule sicher sind. Ich mache mir Sorgen um Krieg und um meine erweiterte Familie, die gerade den Ukraine-Krieg miterleben muss. Das Leben ist momentan alles andere als einfach, aber trotzdem zeigt die Serie, dass wir uns als Menschen selbst in den dunkelsten Stunden helfen können. Und sie ist gleichzeitig ein Tribut an unsere unfassbaren Gesundheitsmitarbeiter*innen, die Ärzte und Krankenschwestern, die so viel miterleben mussten in den vergangenen Jahren. Für mich war es ein Weg sie damit zu ehren."

Auch spannend:

 

Showrunner Carlton Cuse über die Inszenierung der Katastrophe

Memorial Hospital
Das "Memorial Hospital" während der Flutkatastrophe in der Mini-Serie! Foto: Apple TV+

Hauptverantwortlich für die Umsetzung der Serie ist Showrunner Carlton Cuse ("Lost"). Dem begegnete die Geschichte rund um die Ereignisse im Memorial Hospital tatsächlich das erste Mal in der Vorlage von Sheri Fink: "Ich habe das Buch gelesen, nachdem es herausgekommen war und war sehr berührt davon. Es war eine unglaubliche Geschichte, von der ich zuvor nie gehört hatte. Natürlich hatte auch ich die Bilder von Hurricane Katrina im Kopf, aber es war alles deutlich passiver als das, was Sheri Fink beschrieben hatte. Mir war klar, dass es eine Geschichte war, die unbedingt auch als Film oder Serie umgesetzt werden sollte." Tatsächlich erschien die Geschichte bereits im September 2013: Dass es zur Umsetzung als Mini-Serie doch noch ziemlich lang gedauert hat, lag laut Carlton Cuse auch daran, dass die Rechte zur Umsetzung zunächst noch zwei Mal weitergewandert waren bis sie letztendlich beim Showrunner und dem Team von Apple TV+.

Tatsächlich war es durchaus knifflig die zentralen Geschichten und Figuren aus Finks Vorlage auszuwählen, auch wenn für Cuse klar war, dass die Geschichte sehr persönlich und emotional erzählt werden musste: "Es war einfach so viele kraftvolle Geschichten, die in diesem Buch vorkamen. Und wir haben versucht diejenigen auszuwählen, die uns als Geschichtenerzähler*innen besonders berührt haben. Es war wichtig persönlich zu werden. Es war wichtig, dass wir tiefergehen, weil die dramatische Situation vor Ort das erfordert hat. Diese Menschen befanden sich in der schlimmstmöglichen Situation und mussten Entscheidungen über Leben und Tod fällen. Deshalb war es wichtig die Figuren so tiefgründig wie möglich darzustellen, um den Prozess zu verstehen, wie sie ihre Entscheidungen gefällt haben." Tatsächlich war es auch für den Showrunner erschreckend festzustellen, dass sich viele Dinge in der Covid-19-Pandemie fast wie ein Déjà-Vu angefühlt haben. Gerade in Zeiten von globaler Erderwärmung und möglicher weiterer Klimakatastrophen sei es unverantwortlich, dass die Planung und Organisation möglicher Notszenarien noch nicht so weit vorangeschritten sei, wie es eigentlich notwendig sein würde.

Tatsächlich glaubt Carlton Cuse deshalb auch nicht wirklich an das umstrittene Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten, sehr wohl aber an deren Protagonist*innen: "Ich habe enormes Vertrauen in unsere Gesundheitsarbeiter*innen. Aber ich glaube das System funktioniert nicht besonders gut. In den Vereinigten Staaten haben wir enorme Probleme mit unserem Gesundheitssystem. Und es ist auch kein System, dass in die Zukunft blickt und das sicher bisher nicht unbedingt hervorgetan hat Krisen richtig zu antizipieren. Auch wenn ich nicht viel Glauben in unser Gesundheitssystem habe, habe ich sehr wohl Glauben an die Menschen, die tagtäglich hart für unsere Gesundheit arbeiten müssen."

"Memorial Hospital – Die Tage nach Hurrikan Katrina" ist ab dem 12. August 2022 auf Apple TV+ zu sehen. Die ersten drei Episoden erscheinen sofort – danach folgt jeweils wöchentlich eine neue Episide jeden Freitag bis zum 16. September. Einen Trailer zu "Memorial Hospital" seht ihr hier:

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