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Mark Wahlberg gegen "tapfere" Kollegen

Mark Wahlberg gegen "tapfere" Kollegen
Mark Wahlberg gegen "tapfere" Kollegen (Universal) Universal

Soldat spielen und sich deshalb für einen harten Kerl halten? Der "Ted"-Star flucht auf Möchtegern-Kollegen - meint er Tom Cruise?

Ob als Komödiant ("Ted", "Pain & Gain"), Popcorn-Lieferant ("Transformers 4") oder zuletzt als Soldat in "Lone Survivor" - über mangelnden Erfolg kann sich Mark Wahlberg nicht beschweren. Über arrogante Kollegen schon. Während der Premiere von "Lone Survivor" versuchte sich Mark Wahlberg an einem neuen Rekord, das Wort "Fuck" möglichst oft in möglichst wenigen Sätzen unterzubringen. Anlass für den Wutausbruch war die Frage, wie es denn so war, einen Kriegsfilm zu drehen - der Film handelt von einer harten Soldatenmission in Afghanistan. "Für Schauspieler, die jetzt mit 'Oh, ich habe ein SEAL-Training absolviert' antworten und dass sie sonstwo schlafen mussten, habe ich nur Verachtung übrig," legte Wahlberg vor versammelten Premierenpublikum los. "Die haben nicht die Spur von dem gemacht, was diese Jungs täglich machen. Wie kann man nur behaupten, der eigene Job wäre mit dem Soldatenberuf vergleichbar, während man in Wahrheit bloß zwei Stunden lang in der Maske gesessen hat." Wahlberg war mit seiner Kollegenschelte noch nicht fertig: "Ich gebe einen Scheiß darauf, wenn einer sagt, er hätte sich beim Dreh den Arsch aufgerissen. Der geht abends nach Hause oder in sein Hotelzimmer und bestellt sich ein verdammtes Hühnchen. Oder ein Steak. Ich habe viereinhalb Jahre trainiert und war 'The Fighter' - das bedeutet gar nichts."

 

Wetterte Wahlberg über Tom Cruise?

"Ich liebe Marcus für das, was er geleistet hat," sagte Wahlberg dann über den richtigen Soldaten, den er in "Lone Survivor" darstellt. "Ich habe wirklich Glück, dass ich diesen Job machen darf und bin stolz, hier dabei zu sein. Aber seine Leistung ist so viel größer als meine." Nach diesem Ausbruch wollte Mark Wahlberg keine weiteren Fragen mehr beantworten. Dafür wurde umso mehr spekuliert, denn viele glauben, Wahlberg hätte die deftige Breitseite auf Tom Cruise abgefeuert. Der strengt gerade eine Millionenklage gegen die Zeitschriften 'Life & Style' und 'In Touch' an, weil er sich falsch zitiert fühlt. In Zusammenhang mit seinem neuen (Soldaten-)Film "Edge of Tomorrow" wurde Cruise gefragt, ob sein Beruf mit dem eines Soldaten im Krieg vergleichbar sei. Er soll geantwortet haben: "Ich habe von dem in Afghanistan nicht viel gehört, aber so fühlt es sich an. Speziell bei diesem Film war es brutal." Tom Cruise bestreitet die Darstellung. Zum Verständnis: Sich auf dem Rücken von Soldaten zu profilieren, kommt in der amerikanischen Öffentlichkeit nicht gut an. Mittlerweile ließ Mark Wahlberg durch seinen Sprecher versichern, seine Wutrede hätte keineswegs auf Tom Cruise gezielt.



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