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"Mamma Mia 2" | Ex-"James Bond" Pierce Brosnan über die Zusammenarbeit mit Meryl Streep

Endlich heißt es wieder: Mitsingen! Genau zehn Jahre nach dem Überraschungs-Erfolg von "Mamma Mia" kommt die Fortsetzung des ABBA-Musicals am 19. Juli in die Kinos. Doppelte Freude für die Zuschauer: Es gibt ein Wiedersehen mit allen Stars aus dem ersten Teil.

"Mamma Mia 2": Diese Bedingung stellte Pierce Brosnan an eine Fortsetzung | Interview
Pierce Brosnan ist in "Mamma Mia 2" wieder als Sam zu sehen. Foto: Getty Images

Im neuen Streifen steht die Lebensgeschichte von Donna (Meryl Streep) im Vordergrund. Als junge Frau (Lily James) lernt sie im Sommer nach ihrem Abschluss die drei Männer kennen, die ihr Leben für immer verändern sollen.

Natürlich auch wieder mit dabei ist Schauspieler und James-Bond-Legende Pierce Brosnan. Der Hollywood-Star schlüpft erneut in die Rolle von Sam, neben Harry (Colin Firth) und Bill (Stellan Skarsgård) einer der möglichen Väter von Donnas Tochter Sophie (Amanda Seyfried).

Warum er sich entschieden hat, auch bei der Fortsetzung mitzuwirken, und welche Träume er sich in Zukunft erfüllen möchte, verriet der Filmstar im Interview mit "TV Movie Online"-Redakteurin Constanze Lerch.

TV Movie Online: Wie haben Sie reagiert als feststand, dass ein zweiter Teil gedreht wird?

Pierce Brosnan: Als der Anruf kam, dass der nächste „Mamma Mia!“ gedreht werden soll, habe ich natürlich erst einmal gefragt: „Ist Meryl wieder dabei?“ Dann habe ich sicher zugesagt, denn der erste Teil war ein erstaunlicher Erfolg. Der Film hat das Publikum sehr berührt und unterhalten, hatte für viele eine große Bedeutung.

Pierce Brosnan und Meryl Streep standen auch für "Mamma Mia 2" vor der Kamera. Foto: Getty Images

Was bedeutet es für Sie, mit Meryl Streep zu arbeiten?

Sie ist so eine bemerkenswerte Frau und Schauspielerin. In der Rolle der Donna ist sie so unglaublich präsent. Wir sind Freunde. Es ist leicht, sie zu lieben, und leicht, mit ihr zu arbeiten. Ich würde gern herausfinden, wie das ist, wenn wir ein Drama und kein Musical drehen. Aber wir stehen uns nahe. Das ist das Besondere an diesem Film, das wir alle befreundet sind. Und es war klar, dass das immer noch so sein würde, auch wenn wir uns vor zehn Jahren das letzte Mal gesprochen haben. Wir haben da weitergemacht, wo wir aufgehört haben. Als ich Amanda das erste Mal wiedergesehen habe, wie sie da saß…vor zehn Jahren war sie gerade einmal 21 Jahre alt und jetzt hat sie ein Kind, das ist einfach wunderschön zu sehen, wie sie gereift ist. Auch die Leidenschaft und Disziplin der jüngeren Schauspieler mitzuerleben, es war einfach eine tolle Erfahrung.

Um auf ABBA zu kommen: Was war Ihr größtes persönliches „Waterloo“ und was Ihr „The Winner Takes It All“-Moment?

Der „Winner Takes It All“-Moment war der Mut, vor 35 Jahren zu meiner Bank zu gehen, mir 2000 Pfund geben zu lassen, um dann nach Amerika zu gehen und mich dort als Schauspieler auf die Suche nach Ruhm und Glück zu machen. Waterloo-Momente gab es einige. Aber die behalte ich für mich. Sie tauchen dann in meinen Memoirenn auf.

Sie haben angefangen, über ihr Leben zu schreiben?

Ja. Ich habe schon eine ganze Zeit darüber nachgedacht. Mein Freund Mark Bailey hat gerade ein Buch herausgebracht, das „Nine Irish Lifes“ heißt. Darin geht es um neun irische Immigranten, die die amerikanische Gesellschaft verändert haben. Er bat mich, einen Text über den irischen Stummfilmregisseur Rex Ingram zu schreiben. In dem Zusammenhang habe ich mit ihm vereinbart, dass wir zusammen meine Memoiren verfassen. Ihre werdent also früh genug von meinen Waterloo-Momenten lesen. Ich weiß noch nicht wann, denn es ist gerade ein ganz neues Abenteuer für mich. 

Pierce Brosnan und seine Ehefrau. Foto: Getty Images

Wie fühlt es sich an, in die Vergangenheit zurückzukehren?

Großartig. Es hat natürlich eine gewisse Melancholie, der Lauf der Zeit. Ich bin jetzt 65 Jahre alt geworden, ich schnaufe bei solch einer Zahl. Ich arbeite und liebe es immer noch. Aber es gibt immer Träume, an denen man arbeiten kann.

Was für Träume haben Sie?

Mehr Filme. Und zu sehen, was mir das nächste Jahrzehnt meines Lebens bringt. Was kann ich als Schauspieler bewegen? Zu versuchen, der Öffenlichkeit eine Überraschung zu liefern. Ich möchte meine Memoiren schreiben und eine Kunstausstellung mit meinen Werken veranstalten. Ich habe immer davon geträumt, ein Künstler zu sein. Und meine Frau Keely und ich haben uns dazu entschieden, etwas zusammen zu produzieren. Wir haben die Rechte an dem Buch "Girls like us" gekauft, in dem es um das Leben von Joni Mitchell, Carly Simon und Carol King. Daraus wollen wir eine Dokumentation machen.

Sie sind Maler?

Ja, ich habe etwa 150 Bilder gemalt und wähle gerade für eine Ausstellung 20 Arbeiten aus. Ich denke darüber nach, die Bilder in Paris zu zeigen. Wenn ich in "Mamma Mia" singe, kann ich auch ein paar Bilder an einer Wand aufhängen und einige Flaschen Champagner bei der Vernissage ausgeben.

"Mamma Mia! 2" ist auch eine Geschichte über weibliche Stärke. Wie sehen Sie es, dass sich die Verhältnisse von männlichen und weiblichen Schauspielern in Filmen endlich ausgleichen?

Es hat sehr lange gedauert, bis das passiert ist und ich liebe es, was um diese Bewegung herum entstanden ist. Es war ein schmerzhaftes Unterfangen für viele Menschen. Es ist interessant, dass es während der Regierung und dem Machtsitz dieses Mannes, mit dem wir in Amerika gerade leben, passiert ist. Zu sehen, dass Frauen mit Respekt behandelt werden, ist längst überfällig.

Haben Sie ihren Söhnen diese Werte auch vermittelt?

Ich hoffe doch sehr. Ich setze mich nicht mit ihnen hin und belehre sie. Ich denke es wird ihnen in der Beziehung von mir und meiner Frau und der Arbeit, die wir als Paar leisten sichtbar. Und in der Liebe und dem Respekt, den wir füreinander empfinden. Wie jeder normale Mensch streiten wir uns auch, aber nach 25 Jahren, die wir mittlerweile gemeinsam gehen, sind wir immer noch glücklich.

Sie leben mit ihrer Familie auf Hawaii. Wie sieht für Sie ein perfekter, freier Tag?

Aufstehen, einen Kaffee trinken, meiner Frau sagen, dass ich sie liebe. Dann vielleicht eine Fahrradtour machen oder in mein Studio gehen und malen. Keely bereitet das Mittagessen vor, dann eine Runde schwimmen und entspannen, ganz einfach.

 
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