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Magic the Gathering: Jumpstart | Die beste Art, Magic zu spielen

„Magic the Gathering“ bringt mit „Jumpstart” das wohl beste Produkt der Marke der letzten Jahre heraus. Schade, dass 2020 ist.

Magic the Gathering: Jumpstart | Die beste Art, Magic zu spielen
"Jumpstart" ist eine neue Sonderedition für das beliebte Kartenspiel "Magic the Gathering" Bild: Wizards of the Coast / Hasbro

Eine wichtige Frage, die sich bei lange laufenden Spielen wie „Magic the Gathering“ stellt, ist die der neuen Spieler. Zum komplexen Regelsystem gibt es über 20.000 Karten, aus denen man sich seine Decks zusammenstellen kann.

Gerade letzterer Punkt ist zusätzlich ein Problem: Wie viele der 60 oder mehr Karten müssen Länder sein, wie viele Zaubersprüche und Kreaturen werden benutzt und so weiter. Auftritt „Jumpstart“. Diese Sonderedition wird allerdings nicht nur Anfänger zufrieden stellen, sondern auch langjährige Experten immer wieder mit neuem Spielspaß locken.

„Jumpstart“ hat nämlich ein eigenes Konzept. Normalerweise öffnen die Spieler einzelne Packungen mit zufälligen Karten aus einer bestimmten Edition. Sobald sie genügend gesammelt haben, kann man mit etwas Glück daraus ein Deck bauen. „Jumpstart“ hingegen nimmt gleich mehrere Teile dieses Prozesses und vereinfacht sie.

 

MtG Jumpstart: So spielt ihr

Denn in den Booster-Packungen finden sich keine zufällige Ansammlungen, sondern 20 Karten zu einem bestimmten Thema, Länder mit eingerechnet. Die Idee ist nun, zwei dieser Booster zu öffnen, zusammenzupacken – und fertig ist das „Jumpstart“-Deck, denn hier wird mit 40-Karten-Decks gegeneinander gespielt.

Die Themenwelten reichen von beliebten Kreaturentypen, wie Goblins oder Elfen, über beliebte Mechaniken, wie den +1 +1-Marken, bis hin zu sehr Farb-spezifischen Effekten. So gibt es ein rotes Halbdeck, was darauf abzielt, dem Gegner möglichst schnell möglichst viel Schaden zu machen.

 

MtG Jumpstart: Neue Karten und Reprints

Doch nicht alle Halb-Decks sind gleich. In unserem Test-Muster wurde zwei Mal das Thema „Vampire“ geöffnet. Und obwohl einige Karten gleich waren, war vor allem der wichtige Slot der seltensten Karte mit „Vito, Thorn of the Dusk Rose“ und „Drana, Liberator of Malakir“ ganz unterschiedlich besetzt. Beides sind starke Vampir-Karten, aber mit einem ganz eigenen Fokus.

Und hier kommt der andere Faktor ins Spiel, der „Jumpstart“ zu einer tollen Erfahrung macht: Die Karten, die sich in den Halb-Decks befinden, sind nicht schlecht. Teilweise wurden entweder ganz besondere neue Karten, wie den „Allosaurus Shepard“ oder „Emiel, the Blessed“, entwickelt, oder bereits existierende, aber sehr hochpreisige Karten wie „Rhystisches Studium“ oder „Kraterhuf-Behemoth“ hier neu gedruckt. Natürlich sind diese besonders starken Karten seltener zu finden – aber es macht jedes Booster-Pack umso spannender, da man natürlich hofft, drauf zu stoßen.

Eine Gefahr, die bei einem solchen System droht, ist schlechtes Balancing. Und auch wenn es ein paar Halb-Decks gibt, die gefühlt etwas schwächer sind, fühlen sich die Spiele immer fair an. Durch die eben angesprochenen qualitativ hochwertigen Reprints kommen also sowohl Neueinsteiger als auch langjährige Spieler:Innen voll auf ihre Kosten.

 

MtG Jumpstart: Lieferschwierigkeiten und Arena

Es gibt jedoch ein Problem mit „Jumpstart“: Durch die Corona-Pandemie kommt es zu diversen Auslieferungs-Verzögerungen. Das sorgte bereits dafür, dass die Edition hier in Europa viel später als in den USA erscheint. Es ist also gut möglich, dass es zu weiteren Lieferschwierigkeiten kommt. Außerdem gilt das gleiche Problem wie bei jedem Brett- oder Kartenspiel: Aktuell ist es schwer, Mitspieler zu finden.

Auch schade ist, dass das Online-Spiel „Magic the Gathering Arena“ Jumpstart lediglich nur für kurze Zeit, vor dem US-Release, als Spielmodus anbot. Denn so konnten auch Spieler, die kein Echtgeld in „Arena“ stecken, auf einem Level mit anderen mithalten. Hoffen wir, dass es bald wiederkommt.

Jumpstart ist ab dem 16. Oktober 2020 erhältlich. Getestet von Matthias Holm

 


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