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Luke Mockridge: Laufen seine Shows bald nur noch auf Netflix?

Von „Luke! Die Woche und ich“ bis „Luke! Die 2000er und ich“ gibt es inzwischen jede Show des Comdians auf Netflix. Verlässt Luke Mockridge damit seinen Heimatsender Sat.1?

Luke Mockridge
Immer mehr Shows von Luke Mockridge laufen auf Netflix.

Dass sich Streaming-Dienste nicht nur auf exklusive Filme und Serien beschränken, zeigt sich schon länger. Ob Netflix, Amazon Prime und Co. das lineare Fernsehen in Zukunft ablösen, zeichnet sich noch nicht ab. Klar ist jedoch, dass die Streaming-Riesen dem klassischen TV-Programm in nur wenig nachstehen. So finden sich neben Talk-Formaten wie „Wetten, das war’s?“ von Frank Elstner auch immer mehr Shows, die ursprünglich im TV geboren wurden. Besonders auffällig: Luke Mockridge mit seinen zahllosen Shows auf Sat.1, die plötzlich alle auch auf Netflix verfügbar sind. Kunden haben Zugriff auf vier Show-Formate des Comedians, den alle Kinder lieben. Man könnte von Taktik des Senders sprechen, alle Folgen auch auf Streaming-Diensten bereitzustellen, immerhin sind sie dann zu jeder Zeit verfügbar. Merkwürdig ist jedoch, dass Sat.1 dafür nicht den eigenen Streamingdienst Joyn nutzt.

 

Deshalb läuft Luke Mockridge jetzt auf Netflix

Während Netflix auch die letzte Staffel von „Luke! Die Schule und ich“ zeigt, läuft bei Joyn nur die aktuelle. Von anderen Formaten des Comedians fehlt auf Joyn jede Spur. Warum hat Sat.1 seine Show an die Konkurrenz abgegeben? Das liegt an der Produktionsstruktur. Mockridges Sendungen werden von „Brainpool“ produziert. Die Produktionsfirma ist für die Rechte der Shows zuständig und darf sie weiterverkaufen. Deshalb finden sich auch andere TV-Formate auf Streaming-Portalen. „Es war schon immer eine Strategie von Brainpool, eigene Formate und Inhalte bestmöglich und umfangreich auszuwerten“, sagt Geschäftsführerin Ingrid Brand.

Ganz perfekt ist das TV-Format aber nicht auf Netflix abgestimmt. Auf dem Portal als Sat.1Zuschauer begrüßt zu werden, ist doch befremdlich. Auch die rausgeschnittenen Werbeblöcke mit unpassenden Klatschern zwischendurch sorgen für Verwirrung. Möglicherweise wird das Konzept der Show künftig auch an Streaming-Begebenheiten angepasst. Luke Mockridge kündigt das zum Start der fünften Staffel „Luke! Die Woche und ich“ schon gut an: „Wären wir jetzt eine Netflix-Serie, würden wahrscheinlich krasse Dinge passieren, damit es interessant bleibt. Da würden Hauptdarsteller sterben oder neue Charaktere auftauchen.“ Wann das soweit ist, sehen Fans dann auf Netflix.

 
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