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Luftreiniger-Vergleich: Bessere Atemluft für Allergiker und Raucher

Wenn du unter Allergien, Heuschnupfen oder Feinstaubbelastung leidest, kann ein Luftreiniger die Lösung sein. Auch in Raucherwohnungen können Schadstoffe gefiltert und die Atemluft verbessert werden. In unserem Luftreiniger-Vergleich erfährst du, welche Geräte besonders geeignet sind und worauf du achten musst.

Luftreiniger Vergleich
Ein guter Luftreiniger kann die Luftqualität deutlich verbessern. Foto: Foto: iStock/1989_s
Inhalt
  1. Was bringen Luftreiniger?
  2. Die besten Luftreiniger für deine Wohnung im Vergleich
  3. Wie funktionieren Luftreiniger?
  4. Vor- und Nachteile eines Luftreinigers
  5. Was ist besser: Luftreiniger oder Luftwäscher?
  6. Wie lange sollte ein Luftreiniger laufen?
  7. Wie hoch sind die Kosten beim Wechseln der Filter?
 

Was bringen Luftreiniger?

Luftreiniger reinigen, wie der Name schon sagt, die Luft in deinem Zuhause. Die Atemluft soll von schädlichen Partikeln wie Feinstaub oder chemischen Gasen aus Möbeln befreit werden. Aber auch Pollen und gröberer Staub werden gefiltert, sodass Lufteiniger vor allem für Allergiker eine große Alltagshilfe sein können. Ob Luftreiniger auch bei Raucherzimmern helfen und wie groß der Reinigungseffekt ist, hängt dabei aber stark von den verbauten Filtern und der Qualität des Geräts ab. Wir zeigen dir Modelle, auf die du dich verlassen kannst und haben sogar eines davon selbst getestet.

 

Die besten Luftreiniger für deine Wohnung im Vergleich

Mini-Luftreiniger von TaoTronics

Rauch, Pollen, Tierhaare und noch viele weitere Partikel filtert dieser kleine Luftreiniger von TaoTronics aus deinem Zimmer. Obwohl das Modell im Vergleich zu anderen relativ klein ist, ist es für Raumgrößen bis zu 20 Quadratmeteroptimal geeignet. Der Luftreiniger verfügt über ein hochwertiges HEPA-Filtersystem und ist in 4 Modi bedienbar. Darunter ist auch ein Schlafmodus, sodass du das Gerät über Nacht verwenden kannst, ohne von Betriebsgeräuschen gestört zu werden.

Die Fakten auf einen Blick:

Filter: 3-in-1 True HEPA-Filter (Vorfilter, Aktivkohlefilter, HEPA-Filter)

Funktionen: Reinigt in drei Lüfterstufen oder Smartmodus, fängt Partikel von 0,3 Mikrometer ab (z.B. Gerüche, Staub, Pollen, Zigarettenqualm und tierische Hautschuppen)

Leistung: 29 Watt (220 Volt)

Reinigungsleistung: 50 Quadratmeter

Lautstärke: 25 dB

Unser Luftreiniger-Test: Sharp UA-HD60E-L

Den Luftreiniger von Sharp konnten wir selbst auf Herz und Nieren zuhause testen. Unser Fazit? Überzeugt! Der Anschluss des Geräts ist mit Hilfe der Anleitung sehr einfach. Das einzige kleine Manko: Das Gerät ist nicht wirklich selbsterklärend. Die Bedienungsanleitung enthält aber alles, was wichtig zu wissen ist und zeigt eine übersichtliche Legende zu den Funktionen. Bei vollem Betrieb ist der Luftreiniger immer noch verhältnismäßig leise. Im normalen Automatik-Betrieb war das Modell kaum hörbar. Auch das Gerät von Sharp ist mit einem 3-Stufen-Filtersystem und HEPA-Filter ausgestattet und eignet sich für bis zu 48 Quadratmeter. Für kleinere Räume gibt es ebenfalls entsprechende Geräte. Schon nach kürzester Zeit haben wir übrigens eine deutliche Verbesserung der Luftqualität gespürt - besonders für Allergiker kann das Gerät also viel bewirken. Der Filterwechsel ist hier übrigens ganz schnell gemacht und Ersatzfilter bekommst du problemlos online.

Die Fakten auf einen Blick:

Filter: 3-Stufen-Filter (Vorfilter, auswaschbaerer Desodorierungsfilter, HEPA-Filter)

Funktionen: Sechs Leistungsstufen, Luftbefeuchtungsfunktion, Staub-Sensoren, Staublevel-Indikator, Geruchssensor und Temperatursensor (reinigt von Allergenen, Bakterien, Viren, Schimmelsporen, Feinstaub, statische Aufladungen und Küchen- oder Tiergerüchen), Luftqualitätsanzeiger, integrierter Ionisierer

Leistung: 5,5-80 Watt

Reinigungsleistung: 48 Quadratmeter ohne Befeuchtung und 30 Quadratmeter mit Befeuchtung

Lautstärke: 25 (Schlafmodus) bis 55 dB (bei hohem Luftdurchsatz)

Der Luftreiniger von Philips im Check

Auch Philips hat Luftreiniger im Sortiment: Der Raumluftreiniger AC2887/10 ist mit der AeraSense-Technologie ausgestattet. Diese misst per Sensor den Zustand des Raumes und passt das Programm dann darauf an. Über eine LED-Leuchte wird dann die Luftqualität für deinen Raum angezeigt. Das Filtersystem bereinigt bis zu 99,97 Prozent der in der Luft enthaltenen Allergene und sogar 99,9 Prozent aller Bakterien. Da der Philips-Luftreiniger für Raumgrößen bis zu 79 Quadratmeter geeignet ist, kannst du ihn auch in großen Büros oder anderen großen Flächen verwenden.

Die Fakten auf einen Blick:

Filter: 3-Stufen-Filter (Vorfilter, Aktivkohlefilter, HEPA-Filter)

Funktionen: Nachtmodus, Auto-Modus, Allergiemodus, Luftqualitätsanzeiger, hoher Luftdurchsatz

Leistung: 11-56 Watt

Reinigungsleistung: bis zu 79 Quadratmeter

Lautstärke: 20,5 (Schlafmodus) bis 51 dB

Das kann der Dyson Luftreiniger Pure Cool

Wer hohen Wert auf Funktionalität, gepaart mit futuristisch-modernem Design legt, kommt um Dyson nicht herum. Der Luftreiniger Pure Cool ist zwar schick, dafür auch um einiges teurer als Modelle von anderen Herstellern. Durch die 350-Grad-Oszillation, also eine Drehung, wird die frische Luft im gesamten Raum gleichmäßig verteilt. Durch den Aktivkohlefilter und den HEPA-Filter werden Gase, Bakterien, Allergene und weitere Schadstoffe zuverlässig aus der Luft gefiltert. Der Clou: Das Gerät lässt sich sogar über Alexa steuern.

Die Fakten auf einen Blick:

Filter: Aktivkohlefilter und HEPA-Filter

Funktionen: Nachtmodus, Alexa-Steuerung, per WLAN steuerbar, Luftqualitätsanzeige und -überwachung in der App, mehrere Lüfterstufen

Lautstärke: besonders leise

 

Wie funktionieren Luftreiniger?

Sehr vereinfacht erklärt: Luftreiniger saugen die Raumluft an, lassen sie durch ein Filtersystem laufen, wo Schmutz und Partikel hängen bleiben, und stoßen die gereinigte Luft wieder aus. Die meisten Geräte verwenden drei Filter: Einen Vorfilter, einen Aktivkohlefilter und einen sogenannten HEPA-Filter.

Luftreiniger Funktion
Im Innern eines Luftreinigers befinden sich meist drei Filter, die Partikel und Gerüche aus der Luft filtern. Foto: iStock/JUNHO JI

1. Schritt: Vorfilter

Der Vorfilter ist der erste und gröbste Filter im System. Er befindet sich meistens an der Außenseite des Luftreinigers und fängt groben Schmutz wie Hundehaare, Fusseln, Insekten oder Ähnliches ab. Vorfilter sind sogenannte Dauerfilter, du musst sie in der Regel also nicht austauschen, dafür aber regelmäßig absaugen oder abspülen (je nach Empfehlung des Herstellers).

2. Schritt: Aktivkohlefilter

Einen Aktivkohlefilter erkennst du daran, dass er wie eine Bienenwabe aufgebaut ist. In den einzelnen Zellen kannst du schwarze Kohle-Kügelchen sehen. Aktivkohlefilter haben zwei große Vorteile: Sie filtern Gerüche und absorbieren Schadstoffe. Wenn du also einen Luftreiniger für Raucherzimmer suchst, solltest du auf keinen Fall auf Aktivkohle verzichten. Da du Aktivkohlefilter nicht reinigen kannst und die Filterleistung irgendann erschöpft ist, steht dir an dieser Stelle ein regelmäßiger Filterwechsel bevor.

3. Schritt: HEPA-Filter

Wenn der Luftreiniger keinen HEPA-Filter besitzt, solltest du dir ein anderes Modell kaufen, denn das ist der wichtigste Filter von allen. Der HEPA-Filter besteht aus vielen kleinen Lamellen, die meist waagerecht angeordnet sind. Die Filter bestehen aus verwobenen Fasern und sorgt dafür, dass sogar kleinste Partikel wie Bakterien oder Viren aus der Luft gefiltert werden. Bis zu 99,99 Prozent aller Partikel bis zu 0,1 Mikrometern können je nach Filterklasse und Filtertyp bereinigt werden.

Kombifilter

Bei vielen Luftreinigern findest du auch die Angabe "Kombifilter". EIn Kombifilter ist nichts anderes, als die oben genannten Filter zusammengefasst. Ein Kombifilter filtert Pollen, Hausstaub, Gerüche und Partikel.

 

Vor- und Nachteile eines Luftreinigers

Ob ein Luftreiniger wirklich Sinn für dich ergibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel ob du in einer großen Stadt oder an einer vielbefahrenen Straße lebst und die Feinstaubbelastung erhöht ist, oder ob du unter Asthma oder Allergien leidest. In diesen Fällen ist ein Luftreiniger sehr hilfreich und kann die Lebens- und Luftqualität erheblich verbessern. Auch in für Raucherzimmer können Luftreiniger sinnvoll sein, da sie die Schadstoffe aus der Luft filtern und Gerüche des Zigarettenrauchs minimieren können. Es gibt aber auch Nachteile, über die du dir bewusst sein solltest:

Lautstärke

Bei starken Gerüchen oder Verunreinigungen (zum Beispiel bei Tierhaaren oder Raucherwohnungen) muss der Luftreiniger stärker arbeiten und ist dadurch natürlich auch lauter. Viele Modelle haben aber einen Nachtmodus, der besonders geräuscharm ist. Je schwächer das Gerät arbeitet und je weniger Reinungsleistung es aufbringen muss, desto länger dauert aber die Luftreinigung.

Stromverbrauch

Das führt direkt zum nächsten Punkt. Denn Luftreiniger müssen am Stromnetz angeschlossen sein um zu funktionieren. Je länger das Gerät lauft und je höher die Leistung ist, desto höher wird natürlich auch dein Stromverbrauch.

Preis

Luftreiniger sind in der Anschaffung nicht unbedingt günstig. Je nach Gerät musst du mehrere hundert Euro dafür bezahlen. 

Belastung durch verschmutzte Filter und Feuchtigkeit

Wenn der Filter zu dreckig wird oder der Wassertank nicht regelmäßig gereinigt wird, können sich Bakterien sammeln und Schimmel entstehen. Achte also unbedingt darauf, dein Gerät sauber zu halten und Filter und. Wassertank regelmäßig zu tauschen, bzw. auszuspülen.

 

Was ist besser: Luftreiniger oder Luftwäscher?

Die meisten Luftreiniger haben auch eine Luftwäschefunktion, du musst dich im besten Fall also nicht zwischen beidem entscheiden. Reine Luftreiniger sind dazu da, die Luft auszutauschen und im Zuge dessen von Schadstoffen zu befreien. Ein Luftwäscher hat die zusätzliche Funktion, die Luft zu befeuchten – das funktioniert durch einen etwas anderen Filteraufbau. Hier dreht sich der Filter durch Wasser, sodass Schadstoffe über einen dünnen Wasserfilm gebunden und abgewaschen werden. Dadurch sorgen Luftwäscher für ein angenehmes Raumklima und verhindern die Reizung von Haut und Schleimhäuten durch zu trockene Luft. Auch für Allergiker ist ein Luftwäscher ein absoluter Vorteil, da Staub und Pollen zuverlässig aus der Luft "gewaschen" werden.

 

Wie lange sollte ein Luftreiniger laufen?

Du wirst relativ schnell merken, wenn die Luft ausreichend gereinigt ist. Je nach Leistung des Geräts ist das schon nach ein bis zwei Stunden der Fall. Bei ca. 1.000 Watt Leistung und einem durchschnittlich großen Wohnraum sollte die Luft nach zwei Stunden vollständig gereinigt sein.

 

Wie hoch sind die Kosten beim Wechseln der Filter?

Je nach Gerät und Größe der Filter gibt es natürlich preisliche Unterschiede. Durchschnittlich liegst du bei ca. 30 bis 70 Euro je nach Modell. Die Filter für Dyson-Luftreiniger gehören zum Beispiel zu den eher hochpreisigen Filtern. Das ist definitiv ein Punkt, den du bei der Anschaffung berücksichtigen solltest.

Wann ist es an der Zeit für einen Filterwechsel?

Wie lange du das Gerät benutzen kannst, ehe der Filterwechsel fällig wird, hängt ganz vom Modell ab. Die meisten Filter müssen nach ca. einem Jahr gewechselt werden.

Text: Lou Hoffmann

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