Fernsehen

"Love Island"-Star Mike Heiter: So schlecht ist seine erste Single "Eine Insel"

Mike Heiter, der in der ersten Staffel von „Love Island“ dabei war, hat seinen ersten Song „Eine Insel“ herausgebracht. Eine Kritik von Janna Fleddermann.

Mike Love Island
Mike Heiter hat leider vom Fitness- ins Tonstudio gewechselt. / Foto: RTL II

 

Beliebig bis zum Gehtnichtmehr

Ich liebe „Love Island“. Kein einfaches Geständnis, schließlich ist die RTL II-Show Trash vom Feinsten, denn ich empfinde mich eigentlich als relativ niveauvoll. Weniger liebe ich den neuen Song von Mike Heiter.

Alles an diesem Song ist so beliebig wie uninteressant. Der Gesang des „Love Island“-Veterans ist bis zum Anschlag bearbeitet - wenn Mike Heiter also bei der nächsten Autohaus-Eröffnung oder Motto-Party in der Großraumdorfdisco auftritt, wird er wohl leider Playback singen müssen, um seine Fans nicht zu vergraulen.

 

"Eine Insel", oder: Kartoffelbrei mit Reis

Auch der Beat wiederholt sich ständig, Abwechslung sucht man vergeblich. Alles an diesem Song ist so generisch, dass man ihn sofort nach dem Hören wieder vergessen hat (und vergessen will). Er ist das musikalische Pendant von verkochten Kartoffeln zu Reis. Ohne Soße.

Außerdem - setzt euch hin, nehmt euch ein Bier, lasst uns über den ebenfalls kartoffelbreiigen Text reden. „Erdbeeren und Moet, lass die Zeit nie mehr vergehn“, rappt Mike und ist damit auf dem Gipfel der Beliebigkeit angekommen. Im Song geht es, aufgehorcht, um eine Insel, wirklich bahnbrechend für einen ehemaligen „Love Island“-Kandidaten.

 

Die düstere Prognose: Mike Heiters Song wird uns noch lange verfolgen

Das Musikvideo feiert ein paar Hiphop-Klischees ab: Flugzeug, Bling-Bling, und natürlich eine Ghetto Queen, ach nein, nur seine High-Class-Frau Elena, das betont Mike Heiter ganz stolz. Rapper Manuellsen, der auch mitgewirkt hat, sieht man dagegen überhaupt nicht im Clip. Man kann es ihm nicht verübeln.

Während andere, wirklich talentierte Künstler um einen Plattenvertrag kämpfen müssen, wird Mike Heiter die Veröffentlichung dank RTL II einfach gemacht – weil er in einem Reality-Format drei Wochen auf einer Insel gesessen hat. Ich befürchte, dass wir diesen Song noch sehr, sehr oft hören werden; im schlimmsten Fall als neuen Titelsong der dritten Staffel. Ich werde es aushalten müssen. Denn ich liebe „Love Island“.



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