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"Lindenstraße"-Schöpfer Hans W. Geißendörfer rechnet mit ARD ab!

Wie die ARD nun bekanntgab, wird "Lindenstraße" 2020 eingestampft. Erfinder Hans W. Geißendörfer rechnet mit dem Sender ab.

Nach "Lindenstraße"-Aus: Harte Worte von Schöpfer Hans W. Geißendörfer
"Lindenstraße" wird nach 34 Jahren abgesetzt. Nicht nur für Fans ein Schock, sondern auch für den Schöpfer der Serie. ARD

Nach 34 Jahren TV-Geschichte wird "Lindenstraße" im März 2020 abgesetzt. Eine Entscheidung, die Produzent und Schöpfer Hans W. Geißendörfer nicht nachvollziehen kann. Im Interview mit "dwdl.de" rechnete er nun mit dem Sender ab: Die Serie stehe für politisches und soziales Engagement, Meinungsfreiheit, Demokratie, gleiche Rechte für alle sowie Integration - in Zeiten von "Rechtsruck" und Ausländerfeindlichkeit wichtiger als je zuvor.

Weiter erklärt er: "Wir sind bestürzt und können nur unser Unverständnis zum Ausdruck bringen, dass die ARD es offenbar nicht mehr als ihren Auftrag sieht, die Serie fortzusetzen, zu deren Kern es gehört, diese Haltung zu vertreten."

"Lindenstraße"-Schöpfer Hans W. Geißendörfer
"Lindenstraße"-Schöpfer Hans W. Geißendörfer kritisiert die ARD-Entscheidung hart. © WDR/Steven Mahner
 

"Lindenstraße"-Aus aufgrund sinkender Quoten und Sparzwang

Als Grund für die Entscheidung hatte das Erste angegeben, seit Jahren sinkende Zuschauerzahlen zu verzeichnen. Zudem gäbe es innerhalb des Senders Sparzwänge und die Produktionskosten der "Lindenstraße" seinen zu hoch. 

Unter Hans W. Geißendörfer wurde die erste Folge der Kult-Serie im Dezember 1985 ausgestrahlt. 2015 holte er seine Tochter Hana, die zuvor bereits als Autorin für "Lindenstraße" tätig war, als Produzentin dazu. Angesprochen auf etwaige Verlängerungen der Serie gaben sich beide in der Vergangenheit optimistisch. Damit ist es nun leider vorbei.

 



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