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"Lindenstraße": Folge sorgt für schlimmen Nazi-Skandal!

Lindenstraße Murat Lisa
Murat und Lisa sind in der "Lindenstraße" seit Jahren ein Paar - eine Szene von Lisa mit ihrem Sohn Paul mischt nun Facebook auf. / ARD

In der „Lindenstraße“ werden immer wieder gesellschaftliche Entwicklungen thematisiert – doch nun sorgt ein Ausschnitt dieser Folge für Aufruhr in den sozialen Medien!

 

"Lindenstraße"-Lisa: Ein sehr spezieller Charakter

Die Szene stammt aus Folge 1084 der „Lindenstraße“ mit dem Titel „Islam“ aus dem Jahr 2006, zu sehen sind Lisa und ihr Sohn Paul. Lisa steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Murat und informiert sich eingehend über die Religion und Kultur ihres Zukünftigen. Schließlich beschließt sie sogar, zum Islam zu konvertieren.

Was nur treue „Lindenstraße“-Zuschauer wissen: Lisa ist ein sehr spezieller Charakter – so hat sie beispielsweise zuvor den ehemaligen Pfarrer Matthias mit einer Bratpfanne erschlagen und Amélie von der Marwitz mit der Absicht, sie zu ermorden, ans Bett gefesselt.

 

Diese Szene sorgt für Aufregung

In besagter Szene erzählt sie ihrem Sohn Paul unter anderem, dass Gott jetzt Allah heiße und liest ihm ein islamisches Glaubensbekenntnis vor. Außerdem erklärt sie ihm, dass jedes Kind als Muslim geboren werde und sie nun auch Muslima werde.

 

"Lindenstraße" instrumentalisiert von US-Nazis

Eigentlich wird relativ klar, dass Lisa ein falsches und gestörtes Islamverständnis hat. Doch das hat nicht jeder verstanden, denn der „Lindenstraße“-Ausschnitt wurde mit englischen Untertiteln von „The Red Elephants“, einer ultarechten, US-amerikanischen Hetzseite auf Facebook mit dem Kommentar „Das zeigen sie im deutschen Fernsehen“ verbreitet.

Erschreckenderweise wurde das Video bereits unglaubliche 1,3 Millionen Mal aufgerufen und über 26.000 Mal geteilt - und beängstigend viele der über 5500 Kommentatoren glauben, dass im deutschen Fernsehen tatsächlich ein ernstgemeinter Islamisierungsversuch ausgestrahlt wurde.

 


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