Kino

Liam Neeson: "Bryan Mills ist wie Rambo!"

Für Teil 3 der Action-Reihe "96 Hours - Taken" schaltet Liam Neeson noch einmal in den Ego-Shooter-Modus. TV Movie verriet der 62-Jährige, warum er sichd as antut.

Liam Neeson
Liam Neeson

Auf die Frage von TV Movie nach "96 Hours – Taken 3" antwortete Liam Neeson vor gut zwei Jahren mit einem Grinsen: "Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen. Meine Frau und meine Toch­ter können schlecht noch einmal entführt werden. Es sei denn, ich wollte sie los­werden!"


"Ich hatte Bedenken"

Wir nehmen es dem Iren gern ab, dass er tatsächlich nicht an eine Fortsetzung glaub­te. Und natürlich war es auch nicht die 20-Millionen-Dollar-Gage allein, die den sympathischen Star ein drittes Mal in die raue Haut von Bryan Mills schlüpfen ließ. Allerdings wusste Liam Neeson selbst ganz genau, dass schon Mills' zweites Abenteuer in Istanbul letztlich nur eine Variation des­sen war, was sich vier Jahre zuvor in Paris abgespielt hatte – nur dass der ehemalige Geheimagent diesmal seine Frau und nicht die Tochter aus den Klauen ihrer Entführer befreien musste.

"Ich hatte zunächst Bedenken, als mir 'Taken 3' angeboten wurde", gibt er deshalb freimütig zu. "Aber Produzent Luc Besson und sein Co­-Drehbuchautor Robert Mark Kamen kamen mit einer interessanten Idee für die neue Story. Zudem hatte das Ganze etwas Abschließendes."


"Bryan Mills ist wie Rambo!"

Frankreichs erfolgreichster Actionfilm­-Regisseur und ­Produzent Luc Besson (55, "Lucy") hatte vor sechs Jahren Liam Neeson für den Thriller "96 Hours – Taken" enga­giert. Und bewies damit wieder einmal einen richtigen Riecher: Der für nur 25 Millionen Dollar hergestellte Film mit dem irischen Schauspieler (62, "Schindlers Liste") in der Rolle des knallharten Actionhelden spielte allein in Nordamerika 145 Millionen Dollar ein. "Taken 2" brachte es weltweit sogar auf 376 Millionen Dollar - 150 Milli­onen Dollar mehr als der erste "Taken" im Jahr 2008!

Ein sensationelles Resultat für den kleinen Euro­-Thriller,  mit dem vorher niemand ernsthaft gerechnet hatte. Luc Bessons Film bescherte Charakterdarsteller Neeson sei­nen zweiten Karriere­-Frühling – als Action­-Star. Kein Wunder, dass er heute fast schon bewundernd von seiner Filmfigur spricht: "Bryan Mills war 19, als er in die US­-Armee eintrat. Er wurde dann für eine Eliteeinheit ausgewählt und erhielt ein spezielles Trai­ning, wie es u.a. die Navy Seals absolvieren. Wenn er mit dem Kämpfen beginnt, ist er kaum zu stoppen. Mich erinnert das an den ersten 'Rambo' - ich denke, Bryan Mills und Sylvester Stallones Figur sind aus dem glei­chen Holz geschnitzt."

Für Regisseur Olivier Megaton (49), der auch "Taken 2" inszeniert hatte, ist der welt­weite Erfolg der Action­-Reihe vor allem ihrem Hauptdarsteller geschuldet: "Liam Neesons Bryan lebt bescheiden, wohnt in einem einfachen Apartment. Die Leute mö­gen solche gewöhnlichen Helden. Und Liam verkörpert den idealen Vater und Ehemann hervorragend. Das Publikum fühlt sich in seinen Händen sicher." So sicher, dass es trotz aller Beteuerungen der Filmemacher vielleicht ja doch ein "96 Hours – Taken 4" geben wird...

TEXT: Rüdiger Rapke


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