Fernsehen

Let’s Dance: Sittlichkeitsskandal heraufbeschworen

Die große Profichallenge sollte das „Let’s Dance“-Jahr glanzvoll beenden. Aber nicht alle Fans waren einverstanden.

Let's Dance: Joachim Llambi
Das "Let's Dance"-Jahr endet mit einem Skandälchen. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

„Let’s Dance“ ist im besten Sinne des Wortes ein Unterhaltungsformat für die ganze Familie. Zuschauer aller Altersklassen begeistern sich für die Tanzversuche- und -erfolge zahlreicher Prominenter an der Seite professioneller Turniertänzer.

Die gerade beendete 13. Staffel war nicht nur ein Riesenerfolg für Massimo Sinató, der mit der Artistin Lilie Paul-Roncalli seinen zweiten „Dancing Star“-Titel erringen konnte, auch waren die Einschaltquoten des RTL-Dauerbrenners gut wie lange nicht mehr.

Dementsprechend groß war das Interesse an der abschließenden Profichallenge, bei der die erfahrenen Wettkampftänzer bewiesen, zu welchen Höchstleitungen sie sich aufschwingen können, wenn es nicht darum geht, einen prominenten Tanzneuling möglichst glanzvoll über das Parkett zu führen.

Am Ende setzten sich in einem abwechslungsreichen Wettkampf Christian Polanc und Christina Luft mit ihrer Kür durch. Doch nicht alle Fans waren mit dem Verlauf des Abends zufrieden.

Was war passiert?

 

Let’s Dance: Kindertango zu sexy?

Let's Dance sexy
Die Tango-Performance kam nicht bei allen Zuschauern gut an. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

In der Show präsentierten die Tanzschüler Letizia und Philipp, beide neun Jahre, altgemeinsam mit ihren Tanzlehrern, den Profis Andrzej Cibis und Victoria Kleinfelder, einen Tango. Für die Darbietung gab es auf den sozialen Netzwerken viel Lob, aber eben auch Kritik.

Stein des Anstoßes: Der Auftritt der Minis sei zu sexy gewesen: „Die tänzerische Leistung finde ich mega. Ich bin mir nur nicht so sicher, wie ich es finde, dass sie wie kleine Erwachsene aussehen“, zitiert RTL selbst eine kritische Stimme auf seiner Website.

 

Let’s Dance: Andrzej Cibis und Victoria Kleinfelder nehmen Stellung

„Es ist niemals ein Ziel, Kinder wie Erwachsene aussehen zu lassen“, erklärten die Profis später gegenüber dem Sender. Der Tango Argentino sei ein sehr leidenschaftlicher Tanz, heißt es weiter, „doch während Andrzej und Victoria in der Profi-Challenge auf dem Parkett die Verbindung zwischen Mann und Frau vertanzt haben, haben die Kids in ihrem Tanz keine Gefühle füreinander verkörpert.“

Für Cibis und Kleinfeder, die ausgebildete Tanzpädagogin ist, geht es vielmehr um das Miteinander zwischen Jungen und Mädchen: „Wir wollten damit zeigen, dass es möglich ist, dass die Kinder auch schon solche Schritte tanzen können, dass sie in der Lage sind, solche schwierigen Schrittkombinationen auch schon zu tanzen und auch aufzutreten." Kleinfelder wird noch deutlicher: „Kinder sollen Kinder bleiben!“, betont sie, der Kinderschutz stehe für das Paar an oberster Stelle.

 


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