Kino

Leonardo DiCaprio nervt James Cameron

Da drehst Du den epischsten Schiffsbruch der Filmgeschichte - und dein Star hat Aquaphobie. Ungünstig.

"Bei großen Künstlern muss man schon mal mit Launen rechnen", dachte sich vermutlich James Cameron, als sich sein männlicher Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio beim Dreh des "Titanic"-Epos' als hochgradig wasserscheu entpuppte: Bei jeder Szene, die ihn in Kontakt mit dem nassen Element brachte, beschwerte sich der Star, dessen unvergessene Performance als verliebter Underdog Jack erst vor kurzem auch in 3D die Leinwand mit romantischer Nostalgie füllte. Und bei einem dramatischen Untergangsszenario wie dem des legendären Ozeanriesen war das nicht wirklich selten der Fall. "Wenn Leo ins Wasser musste, gebärdete er sich wie eine siamesische Katze", erinnerte sich der Regisseur an die Dreharbeiten im Jahre 1996. Er machte jedes Mal eine riesige Sache daraus. Das Wasser konnte 28 Grad haben - aber er hasste es offenbar, nass zu werden." Irgendwie arrangierte sich der Filmemacher mit den dauernden Beschwerden DiCaprios. Frustriert - aber was hilft's. Lediglich am letzten Drehtag verlor er nach eigenen Aussagen die Beherrschung: "Als Letztes mussten wir noch eine Unterwasser-Szene in den Kasten bringen." Der blanke Horror mit einem Star, der offensichtlich unter Aquaphobie leidet. Alles Käse. DiCaprio rückte endlich mir der Wahrheit heraus. Von wegen wasserscheu: "Dann erzählt er mir 'ich bin übrigens ausgebildeteter Scuba-Diver'. Ich hätte ihm das Genick brechen können."

 

Gewalt ist keine Lösung

Gut, dass er es gelassen hat. Ob die "Titanic" auch mit vom Regisseur ermordetem Hauptdarsteller das Rennen um den erfolgreichsten Film aller Zeiten für sich hätte entscheiden können, ist zu bezweifeln. Eines fällt aber doch auf: James Cameron hat seinen jugendlichen Star zwar am Leben gelassen - eine Rolle in einem Film hat er ihm allerdings auch nicht mehr angeboten. Rache ist eben süß - auch und gerade in Hollywood.



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