Fernsehen

„Leben. Lieben. Leipzig“: Neonazi-Skandal um einen Darsteller

Ein Darsteller aus „Leben. Lieben. Leipzig“ steht nun in der Kritik, weil er in Verbindung zu einer rechten Vereinigung stehen soll. Das ist dran an den Vorwürfen.

Leben.Lieben.Leipzig
Einer der „Leben. Lieben. Leipzig“-Darsteller soll einen rechten Hintergrund haben | RTL II

„Leben. Lieben. Leipzig“ erntete schon einiges an Kritik. Dieser Skandal übertrumpft aber alles: Nebendarsteller Normann Jendrejczk alias Ronny, der Schutzgelderpresser, soll Kontakt zu einer rechten Vereinigung haben. Das fand jetzt die antifaschistische Gemeinschaft Ladenschlussbündnis Leipzig heraus.

 

„Leben. Lieben. Leipzig“: Darsteller nahm an rechter Veranstaltung teil

Laut der Pressemitteilung habe Jendrejczk als Kampfsportler an der Veranstaltung „Imperium Fighting Championship“ teilgenommen. Diese sei eine Nachfolgeveranstaltung von „Sachsen kämpft“, das als Neonazi-Veranstaltung bekannt gewesen sei. In dem „Imperium Fight Team“, das die Veranstaltung organisiert, kämpfen unter anderem angeblich Neonazi-Schläger. „Auch im gewaltbereiten rechten Mob Ende August 2018 in Chemnitz waren Mitglieder dieses Fight-Teams präsent“, schreibt das Bündnis in der Presseerklärung.

Doch es gibt noch eine weitere Verbindung zwischen Normann Jendrejczk und der rechten Szene. In den ersten Folgen von „Leben. Lieben. Leipzig“ wurde das Logo seines Pullis unkenntlich gemacht, da er von der Marke „Natural Body Power“ stammte. Diese verkauft auch Oberteile mit der Aufschrift „Nationalstolz ist kein Verbrechen“. Ein solches T-Shirt besitze der Darsteller aber nicht. Trotzdem sei „NBP“ sein Sponsor und die Werbung eigentlich genehmigt gewesen.

Auch die Vorwürfe, rechts-aktiv zu sein, weist Normann Jendrejczk zurück: „Blödsinn. Ich war politisch noch nie in irgendwelche Richtungen aktiv, weder rechts noch links.“ Er arbeite in seinem Job in einer Sicherheitsfirma mit vielen nicht-deutschen Kollegen zusammen und sei im Zuge dessen jährlich bei einem kurdischen Fest in Dessau für die Sicherheit zuständig.

 

RTL II: Statement gegen Vorwürfe

Der Sender meldete sich ebenfalls zu Wort: „RTL II steht für Vielfalt und Toleranz. Extremistische Anschauungen und Handlungen, egal welcher Motivation, sind zu keinem Zeitpunkt und in keiner Weise akzeptabel. Dies gilt für beide Seiten des politischen Spektrums.“ Schon der Drehort der Go-Go-Bar, wo sich die Protagonisten der Soap immer wieder treffen, stand in der Kritik, da sich dort früher einmal der Sitz einer Sicherheitsfirma befand, deren Geschäftsführer ein Neonazi gewesen sein soll.

 


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