Kino

Lauren Bacall ist tot

Lauren Bacall ist tot
Lauren Bacall ist tot (Kurt Krieger) Kurt Krieger

Lauren Bacall ist im Alter von 89 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Die Lebensgefährtin von Humphrey Bogart war eine der letzten großen Hollywood-Diven.

Lauren Bacall ist im Alter von 89 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Die Lebensgefährtin von Humphrey Bogart war eine der letzten großen Hollywood-Diven. 2010 war sie mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet worden. 2003 hatte sie persönlich in München eine DIVA Lifetime Achievement Award entgegen genommen. 2007 hatte sie auf der Berlinale ihren letzten Film, "The Walker", u. a. mit Moritz Bleibtreu, vorgestellt. Die in New York als Betty Joan Perske geborene Lauren Bacall landete eher zufällig beim Film. Nach Studien an der American Academy of Dramatic Arts erhielt sie kleinere Rollen am Broadway und machte zudem eine recht erfolgreiche Karriere als Fotomodell. Ihr Titelfoto auf Harper's Bazar erregte Aufmerksamkeit bei den großen Studios und brachte ihr ihre erste Rolle in Howard Hawks' "To Have and Have Not" an der Seite von Humphrey Bogart ein. Die beiden wurden auch privat ein Paar, und ihre gemeinsamen Filme, wie z.B. "Tote schlafen fest" und "Key Largo", zählen noch heute zu den absoluten Klassikern des Film Noir.

 

She had "The Look"

Im Gegensatz zu anderen weiblichen Stars ihrer Zeit verkörperte Bacall immer die starke, selbstbewusste Frau, deren Markenzeichen zwar ihr berühmter "Anmachblick", genannt "The Look", war, die aber vor allem mit ihrer kratzbürstigen Cleverness ihren Mann stand. Schön zu sehen in "Wie angelt man sich einen Millionär", in dem sie neben Betty Grable und Marilyn Monroe spielte. Ihrer schlagfertigen, kein Blatt vor den Mund nehmenden Art hatte es Bacall zu verdanken, von der Academy bei den Oscars übergangen worden zu sein - erst 1996 wurde sie zum ersten und einzigen Mal nominiert. Nach Bogarts Tod heiratete sie 1961 Jason Robards, und es wurde etwas stiller um sie, bis sie sich in den 80er- und 90er-Jahren mit Filmen wie "Rendezvous mit einer Leiche", "Prêt-à-Porter" oder "Liebe hat zwei Gesichter" wieder zurückmeldete. Für Letzteren erhielt sie 1997 den Golden Globe als beste Nebendarstellerin. Vier Jahre zuvor wurde sie bei der Golden-Globe-Verleihung mit dem Cecil B. DeMille Award geehrt. Eine Wiedervereinigung mit ihrem alten Freund und Filmpartner Kirk Douglas gab es 1999 in dem Film "Diamonds" - die beiden spielten schon 1950 in dem Jazzfilm "Der Mann ihrer Träume". Ihre letzten nennenswerten Auftritte hatte sie zusammen mit Nicole Kidman in Lars von Triers "Dogville" sowie in Jonathan Glazers "Birth".



Tags:
TV Movie empfiehlt