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Kult-Haudrauf Bud Spencer ist tot

Sie waren das schlagkräftigste Duo der Filmgeschichte: Bud Spencer und Terence Hill haben ordentlich ausgeteilt. Jetzt ist Bud Spencer gestorben.

Als brummiger Haudrauf mit kecken Sprüchen und schnellen Fäusten wurde der Italiener weltberühmt – am Montag ist er nun im Alter von 86 Jahren verstorben. „Er hat nicht gelitten, er hatte uns alle bei sich, und sein letztes Wort war Danke“, sagte sein Sohn Giuseppe Pedersoli laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. 

Auf Facebook teilte die Familie des Schauspielers mit: „Mit unserem tiefsten Mitgefühl müssen wir mitteilen, dass Bud zu seiner nächsten Reise fliegt.“

Bud Spencer
Bud Spencer als prügelnder Westernheld an der Seite von Terence Hill (r.).

Weltweite Trauer um Klamauk-Schlägertyp

Sein Co-Star und Buddy Terence Hill sagte gegenüber der Zeitung „Corriere della Sera“: „Ich habe meinen besten Freund verloren, ich bin erschüttert.“

Und Italiens Regierungschef drückte seine Trauer bei Twitter aus: „Ciao Bud Spencer. Wir haben dich lieb gehabt.“ 

Auch deutsche Prominente zeigten sich betroffen, so wie Oliver Kalkofe, welcher sich von dem „Held seiner Kindheit“ auf Facebook verabschiedete. Justizminister Heiko Maas twitterte: „Harte Faust, weiches Herz, toller Mensch. Ein Held meiner Kindheit. Ruhe in Frieden, Carlo Pedersoli.“ Und Kollegin Katrin Göring-Eckardt schrieb: „Es ist, als ob ein Stück des eigenen Lebens geht, erst Götz George, jetzt auch noch Bud Spencer.“

Daneben drückte auch der amerikanische Schauspieler Russell Crowe der Familie sein Beileid aus, EM-Kicker Mesut Özil bedankte sich auf Twitter für das Wirken des Kult-Italieners.

Kult-Kombi: Brummbär und Frauenschwarm

Bekannt wurde Bud Spencer, der mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersoli in Neapel zur Welt kam, vor allem an der Seite von Terence Hill in Kult-Klamaukfilmen wie „Vier Fäuste für ein Hallelulja“, „Zwei Asse trumpfen auf“ und „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“, die ein Millionenpublikum begeisterten. Ihr Erfolgsrezept lag in ihrer Zusammenarbeit: Spencer als gutherziger, schlagkräftiger und dickköpfiger Brummbär, Hill als cleverer, gutaussehender und starker Frauenschwarm.

Ein Prügelheld ohne Köpfchen? Nein, Spencer konnte noch viel mehr als nur draufhauen. Eigentlich wollte er Chemiker werden, brach sein Studium allerdings ab, als seine Familie nach Südamerika umsiedelte. Später wagte er noch einen Versuch und studierte einige Semester Jura, bevor er erneut nach Südamerika ging und dort als Automanager sein Geld verdiente. 

Seine Leidenschaft war außerdem der Wassersport: In den 50ern trat er bei den Olympischen Spielen an, schwamm als erster Italiener in unter einer Minute 100 Meter und spielte in der Nationalmannschaft Wasserball. Doch auch als Drehbuchautor, Komponist, Sänger und Designer war Spencer tätig. 

 

 

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